Update mit Fotos von der Tour: Bei der Brennelementour wurden zahlreiche Menschen an die Katastrophe von Fukushima erinnert.


11. März 2011 – Erdbeben und Tsunami in Japan. Auch das Atomkraftwerk in Fukushima ist betroffen, es gibt Explosionen, ein paar Tage später ist klar: Ein erneuter Super-GAU, 25 Jahre nach Tschernobyl. Am 11.3. gedenken wir der Opfer der Fukushima-Katastrophe, die immer noch andauert. Aktuell wird diskutiert, ob die riesigen Mengen radioaktiver Abwässer, die immer noch bei der Kühlung der atomaren Unfallstelle entstehen, im Meer verklappt werden und ob trotz immer wieder gefundener radioaktiver Hotspots in der Umgebung die Menschen in die verseuchte Umgebung zurück kehren sollen. Währenddessen steigen die Krebsraten.

Auch hier in Schleswig-Holstein sind wir nicht weit von Katastrophen entfernt: Das AKW Brokdorf läuft immer noch und in weniger als zwei Jahren sollen die ersten von sieben Castoren mit Atommüll aus dem britischen Sellafield ins Zwischenlager des Atomkraftwerkes Brokdorf rollen. Niemand weiß, wo dieser radioaktiv strahlende Müll auf lange Sicht bleiben soll, das Problem ist schlichtweg nicht lösbar. Vom Atomgelände in Brokdorf wird also für viele viele Jahrzehnte eine tödliche Gefahr ausgehen.

Wir fordern, dass erst alle Atomanlagen tatsächlich abgeschaltet sein müssen, bevor über den Verbleib der radioaktiven Hinterlassenschaft verantwortlich nachgedacht werden kann. Es ist skrupellos, den Müll hin- und her zu transportieren, um ihn in Brokdorf oder anderswo zwischenzulagern, solange verantwortungslos die AKW noch weiterlaufen. Atom-Transporte (dazu gehören Castoren) sind die Achillesferse des noch laufenden Atombetriebs.

Täglich werden auf der Ostsee, dem Kanal, mit der Bahn und auf den Straßen nicht nur Brennelemente, sondern auch Uranhexafluorid, Yellow Cake (Ausgangsstoff für die Uranherstellung) und radioaktive Abfallprodukte hin-und hertransportiert. Auch die Herstellung von Brennelementen in Lingen ist gefährlich, zeigte jüngst ein Brand in der Anlage im Dezember, trotzdem wird unbefristet weiter produziert. Die Stenaline transportiert LKW mit radioaktivem Material auf ihren Fähren. Der schwach radioaktive Bauschutt aus den abgerissenen AKW soll letztendlich zu Deponien vor unserer Haustür gefahren werden.

Aus diesen Gründen fahren wir am Fukushima-Jahrestag mit einem nachgebauten Brennelemente durch Kiel und zeigen: Atomkraft und Atomkatastrophen betreffen uns alle! Für die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen im Gedenken an die Opfer von Fukushima!

Treffpunkt: Mo, 11.3.2019  um 15 Uhr Exerzierplatz 

Die drohenden Castor-Transporte waren der Anlass für eine Tour mit Brennelement durch Kiel. Mit dem immer mal wieder rauchenden Brennelement konnte von der Atomtransport GmbH, der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (wie bei allen Atomanlagen) viel Aufmerksamkeit erzeugt werden. Laut tönte das „Machen Sie Platz für Atomtransporte“ quer durch Kiel. Auf einer etwa 8km langen Route von Vienetaplatz über Hörnbrücke an der Kiellinie entlang bis zum Landtag und zurück über die Holtenauer Straße sahen viele Passant*innen den ungewöhnlichen Zug.

Wenig bemerkt von der Öffentlichkeit finden auch durch Kiel immer wieder Transporte mit radioaktiven Stoffen statt, meist per Schiff durch den Nord-Ostsee-Kanal. Zum einzig noch laufenden AKW in Schleswig-Holstein, in Brokdorf, sollen 2019/2020 zusätzlich sieben Castorbehälter mit mittel- und hochradioaktiven Atommüll aus Sellafield (England) gebracht werden. Dort lagern sie dann ungeschützt dauerhaft in einer Halle. Die Frage einer sicheren Endlagerung von Atommüll ist ungelöst und auch nicht lösbar. Deshalb wird vom Atomgelände in Brokdorf auch nach dem Abschalten 2021 durch die eingelagerten Castoren weiterhin für viele Jahrzehnte eine tödliche Gefahr ausgehen. Nach der Tour durch Kiel ist dies jetzt wohl einigen Menschen mehr bewusst als vorher.



Die BI Kiel gegen Atomanlagen ruft genauso wie andere Anti-Atom-Gruppen mit der Aktion auch weiter zu Aktionen gegen Castor- und andere Atomtransporte auf. Der Betrieb von den Atomkraftwerken muss sofort beendet werden, genauso wie die Versorgung der weltweiten Atomindustrie mit Brennstoff aus den Uranfabriken in Gronau und Lingen. Ein Weg dazu ist der Stopp sämtlicher Atomtransporte. Werdet auch ihr aktiv!







Passend zum aktuellen Brennelementewechsel in Brokdorf forderten am heutigen Montag (16.4.2018) Anti-Atom-Initiativen die sofortige Stilllegung des AKW. Symbolisch rauchte ein überdimensionales Brennelement der BI Kiel gegen Atomanlagen vor dem Kieler Umweltministerium.

Mit dem rauchenden Brennelement werden die stark oxidierten Brennelemente thematisiert, die bei der letzten Revision des AKW Brokdorf gefunden wurden. Offensichtlich funktionierten sie nicht wie geplant. Trotz ungeklärter Ursache erlaubte Umweltminister Habeck im letzten Herbst das Wiederanfahren des Reaktors. „Wenn niemand weiß, was in diesem Reaktor vor sich geht ist es unverantwortlich, zu erlauben, dass Brokdorf wieder ans Netz geht“ erklärt Andrea Rausch von der BI Kiel gegen Atomanlagen, „Wir fordern, den jetzigen Brennelementewechsel zu nutzen, um das AKW endgültig stillzulegen. Wir wollen nicht auf die nächste Atomkatastrophe warten.“

Der Atomreaktor in Brokdorf ist weder sicher noch wird er gebraucht. Er behindert den Ausbau erneuerbarer Energien, weil er nicht schnell herunter geregelt werden kann, wenn gerade viel Wind verfügbar ist. Stattdessen müssen dann Windräder vom Netz gehen, während das AKW Atommüll für kommende Generationen produziert. Die Anti-Atom-Initiativen treten dagegen ein für eine Welt ohne Atomkraft, ohne Kohleverstromung aber mit erneuerbaren, dezentral organisierter Energie in gemeinschaftlicher Hand, in welcher die Bedürfnisse von Mensch und Natur und nicht die Profitinteressen von RWE und EON handlungsbestimmend sind.




Weitere Bilder bei Klick auf die Artikelüberschrift:


Kundgebung am 10.3.2018, 11 – 13 Uhr - Asmus-Bremer Platz

Bei einem Erdbeben am 11.3.2011 kam es 25 Jahre nach Tschernobyl erneut zu einer atomaren Katastrophe. Mehrere Reaktoren gerieten außer Kontrolle. Heute ist die Strahlung in der Umgebung von Fukushima immer noch hoch, einige Gebiete werden trotz hohem Aufwand für die Dekontamination unbewohnbar bleiben und niemand weiß wohin mit den radioaktiv verstrahlten riesigen Mengen Abfall von den Dekontaminationsarbeiten. Gleichzeitig werden Menschen aus Fukushima in Japan sozial ausgegrenzt und diskriminiert, unter den Evakuierungen leiden insbesondere arme und ältere Menschen – so zeigen sich auch die sozialen Folgen einer menschengemachten Katastrophe.

Auch hier sind wir nicht weit vor einem Super-GAU entfernt: Im Herbst durfte das AKW Brokdorf wieder anfahren, obwohl bei dem letzten Wechsel von Brennelementen starke Oxidation (Rost) aufgefallen war und die Ursache dafür bis heute nicht eindeutig feststeht. Obwohl es in Schleswig-Holstein wirklich genug Strom aus erneuerbaren Quellen gibt, hat dieses AKW eine Betriebsgenehmigung bis 2021. Darüber hinaus versorgt Deutschland mit angereichertem Uran aus Gronau und Brennelementen aus Lingen AKWs in aller Welt – unbefristet und auch mit Transporten radioaktiver Stoffe durch den Nord-Ostsee-Kanal. Zuletzt wurden hier auch Brennelemente für einen AKW-Neubau in Finnland durchgeschleust. Das muss aufhören – wir brauchen endlich einen echten Atomausstieg, damit sich Tschernobyl und Fukushima nicht wiederholen!

Strom dürfen wir nur so erzeugen, wie es ökologisch und sozial vertretbar ist. Das heißt wir wollen weder Fracking, noch Kohlekraftwerke, die das Klima zerstören, noch Atomkraftwerke, die strahlenden Müll hinterlassen, sondern dezentral erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien, über den die Bevölkerung und nicht Konzerne bestimmen. Für die Abschaffung der herrschenden Verhältnisse – weg von Kohle und Atom!

Eng mit der Atomkraft verbunden sind Atomwaffen, auch Deutschland will die Option darauf mit dem Weiterbetrieb der Urananreicherungsanlage in Gronau behalten und trägt damit zur Weiterverbreitung der Waffentechnologie bei. Jegliche Atomwaffen, auch die in Büchel gelagerten, müssen abgerüstet werden, damit nicht ein Krieg die ganze Erde vernichtet!



Nachdem das Atomkraftwerk Brokdorf wieder anfahren durfte, obwohl oxidierte Brennelemente weiter ein Sicherheitsrisiko darstellen, informiert nun die Bürgerinitiative Kiel gegen Atomanlagen über das Atomkraftwerk in Brokdorf. Am Dienstag, den 12. Dezember um 20 Uhr wird dazu im Kino der Hansastraße 48 den Film „Das Ding am Deich“ gezeigt und ein kurzer Input zur aktuellen Situation in Brokdorf gegeben um dann gemeinsam über die Stilllegung des AKW zu diskutieren. Interessierte sind herzlich eingeladen. Der Eintritt liegt bei 4 Euro.

Im Film „Das Ding am Deich“ geht es um den jahrzehntelangen Widerstand gegen das Atomkraftwerk – mit alten Filmaufnahmen und den Erinnerungen der Menschen daran. An der Diskussion um Laufzeitverlängerung, Ausstieg und Fukushima wird deutlich, dass auch heute noch Protest gegen das Ding am Deich notwendig ist. Der Film aus dem Jahr 2012 wird dann ergänzt um Informationen zu den oxidierten Brennelementen in Brokdorf, der Zustimmung zur Inbetriebnahme durch den grünen Umweltminister Robert Habeck und Demonstrationen und Blockaden. Gemeinsam soll im Anschluss über Perspektiven zur Stilllegung des Atomkraftwerks diskutiert werden.

https://www.facebook.com/events/258744557987281/
veröffentlicht am 02.03.2017

Am 11. März diesen Jahres jährt sich die schreckliche Atom-Katastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima Daiichi zum sechsten Mal.
Unzähligen Menschen hat dieses verheerende Ereignis das Leben gekostet, etliche mussten die Region für immer verlassen und bis heute erkranken unschuldige Menschen durch die weiterhin akute Strahlung – nicht nur bei den noch mindestens 40 Jahre andauernden Aufräumarbeiten.

Täglich werden Hunderte Tonnen Kühlwasser in die zerstörten Reaktoren geleitet, die anschließend auch ins Grundwasser gelangen und abgepumpt werden müssen, um einen Austritt ins Meer zu verhindern. Dieses Wasser wird dann in minderwertigen Tanks, die schon nach wenigen Jahren undicht werden können, auf riesigen Arealen gelagert, andere verstrahlte Materialien werden in einfachen schwarzen Müllsäcken in Wohngebieten und entlang der japanischen Küste gesammelt. Neben Platzproblemen sind Menschen tagtäglich einer unmittelbaren Strahlung ausgesetzt und ein Tsunami könnte die Müllsäcke mühelos ins Meer spülen. Dabei ist kaum absehbar, was das für Folgen hätte.

Und was machen Tepco, das Betreiberunternehmen des Atomkraftwerks, sowie die japanische Regierung? Mit allen Mitteln versuchen sie diese katastrophalen Zustände herunterzuspielen und zu vertuschen. Erst kürzlich wurde bekannt, dass sich die direkten Kosten durch den Super-GAU von Fukushima auf schätzungsweise 180 Milliarden Euro summieren werden – also fast doppelt so teuer wie noch 2013 angenommen. Alle Zahlen sind nur vorläufig, indirekte Belastungen wie etwa gestiegene Gesundheitskosten sind in der Rechnung gar nicht erfasst. Die Regierung trägt diese Kosten durch Aufnahme weiterer Kredite, wobei schon heute klar ist, dass Tepco diese Gelder nie zurückzahlen wird und damit trotz jahrzehntelanger eingefahrener Profite aus der Verantwortung entlassen wird.
Die Liste der Probleme und Vertuschungen ist noch viel länger, als hier in aller Kürze darstellbar.

Und was passiert hierzulande? Acht Atomkraftwerke sind trotz mahnender Beispiele wie Fukushima oder Tschernobyl noch immer bis teils 2022 am Netz – und womöglich noch darüber hinaus. Regelmäßig finden Atomtransporte – unter anderem durch den Nord-Ostsee-Kanal – statt. Die Schiffe transportieren die gefährliche, radioaktive Fracht zwischen den Häfen St. Petersburg, Hamburg, Bremen, Antwerpen und dem Rest der Welt hin und her. Start- und Zielpunkte in der Bundesrepublik sind zum Beispiel die Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau und die Brennelementefabrik in Lingen. Auch nach dem sogenannten Atomausstieg haben diese Anlagen eine unbefristete Betriebsgenehmigung. Die Transporte werden also weiter fahren.

Auch der fahrlässig organisierte Rückbau bereits abgeschalteter Atomanlagen sowie die Lagerung der sogenannten freigemessenen strahlenden Abfälle auf Hausmülldeponien sind schon heute ein großes Thema und werden uns in den nächsten Jahrzehnten noch vor viele weitere Probleme stellen.

Es gibt genug Gründe, warum wir anlässlich des sechsten Jahrestages der Atom-Katastrophe von Fukushima auf die Straßen gehen müssen!
Wir, die BI Kiel gegen Atomanlagen, wollen gemeinsam mit vielen anderen mit Strahlenschutzanzügen verkleideten Menschen einen Schweigemarsch durch die Kieler Innenstadt machen.

Fukushima mahnt:
Alle Atomanlagen abschalten – sofort und weltweit! 

Treffpunkt um 15:00 Uhr: Holstenstraße (Fußgängerzone), vor der Santander-Bank
– Schweigemarsch zum Hauptbahnhof, dort wird eine Mahnwache abgehalten –
(Strahlenschutzanzüge werden vor Ort gestellt)
Ende: ca. 17:00 Uhr


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veröffentlicht am 22.05.2016



Am gestrigen Freitag fuhr erneut ein Atomtransport durch die Schleuse in Kiel-Holtenau in den Nord-Ostsee-Kanal. Das Schiff „Kapitan Yakovlev“ wird am Samstag früh in Hamburg am Burchardkai erwartet. In der Vergangenheit transportierte es regelmäßig radioaktives Material zur Herstellung von Brennelementen aus Russland nach Hamburg.
Atomkraftgegner*innen verteilten am Tiessenkai in Kiel Aufklärungsflyer über die gefährlichen Transporte.

„Das Wissen über die Atomtransporte hier durch den Kanal wird zwar mehr, ist aber immer noch bei vielen nicht angekommen – deshalb verteilen wir hier immer wieder Infomaterialien zu den Atomtransporten“, erklärte Marlene aus der BI Kiel gegen Atomanlagen. „Die Menschen sind oft überrascht über die Atomtransporte vor ihrer Nase.“

Die BI Kiel gegen Atomanlagen kämpft für den sofortigen weltweiten Atomausstieg. Um dies zu erreichen, ist ein Stopp aller Atomtransporte notwendig. „Den Atomausstieg weiter vorantreiben und die Gefahren der Atomkraft bekämpfen, können wir vor unserer Haustür – mit einem Stopp der Atomtransporte auf dem Kanal“, forderte eine weitere Teilnehmerin beim Flyer verteilen auf.

 
veröffentlicht am 19.05.2016

+ Neuer Urantransport erwartet +

Durch Kiel-Holtenau wird ein neuer Atomtransport erwartet.
Die "Kapitan Yakovlev" hat vermutlich Uranprodukte zur Produktion von Brennelementen in der Brennelementefabrik in Lingen oder fertige Brennelemente für Atomkraftwerke geladen. Sie wird vermutlich morgen abend in Kiel-Holtenau durch den Nord-Ostsee-Kanal fahren. Deshalb treffen wir uns morgen (Freitag) um 16 Uhr am Tiessenkai um nochmal Flyer zu verteilen und möglichst viele Menschen auf die Transporte zur Aufrechterhaltung der Atomindustrie aufmerksam zu machen! Kommt vorbei!
veröffentlicht am 02.05.2016



Am Sonntag Abend ist erneut mindestens ein Atomtransport durch Kiel in den Nord-Ostsee-Kanal gefahren. Atomkraftgegner_innen verteilten am Tiessenkai in Kiel-Holtenau vor und während der Durchfahrt der Atomtransport-Schiffe „Kholmogory“ und „Kapitan Yakovlev“ Informationsflyer und protestierten gegen die andauernden Transporte. Die „Kapitan Yakovlev“ wird am Montag morgen im Hamburger Hafen erwartet. Das geladene radioaktive Material wird dort umgeschlagen.

„Die Atomtransporte dienen zum Weiterbetrieb von Atomanlagen weltweit und damit zur Verbreitung radioaktiver Strahlung und zahlreicher Gesundheitsgefahren. Wir müssen die Transporte stoppen um die Atomindustrie zu stoppen.“ erklärt Irene, eine der Teilnehmer_innen an der Mahnwache ihre Motivation, „Zu den Gefahren beim Betrieb von Atomkraftwerken kommen schon beim Abbau Umweltzerstörungen durch gigantische radioaktive Müllmengen, die auf Halden und in Schlammbecken gelagert werden und sich über die Luft in die Umwelt verteilen.“

Auf den Tag genau drei Jahre ist es zudem her, dass im Hamburger Hafen ein Atomfrachter brannte, die „Atlantic Cartier“ und beinahe eine Katastrophe auslöste – auch solche Transportunfälle sind auf dem Nord-Ostsee-Kanal keine Seltenheit.

Die jetzige Aktion steht im Rahmen von Aktionstagen gegen Urantransporte, bei denen es schon in anderen Städten zu Aktionen gekommen war, unter anderem zu einer Abseilaktion vor einem Urantransport in Buchholz.



Ostermontag: Aktion gegen Atomtransporte

Eingestellt von Thorge Ott On 01:36 0 Kommentare
veröffentlicht am 28.03.2016

Am Ostermontag (28.03.2016) gegen 14:00 Uhr starten wir eine kleine Aufklärungsaktion in Kiel-Holtenau am Tiessenkai. Wir werden Flugblätter gegen die ständigen Urantransporte auf dem Nord-Ostsee-Kanal an die TouristInnen und AnwohnerInnen verteilen bei vermutlich schönstem Sonnenschein und anschließendem Kaffeetrinken. Mitwirkende sind herzlich willkommen.

Die übliche Mahnwache mit Infostand, 18 bis 19 Uhr in der Holstenstraße, fällt wegen des Feiertags aus - damit geht es am 4. April weiter.
veröffentlicht am 12.03.2016

Fukushima – Erinnern heißt den Weiterbetrieb von Atomanlagen verhindern!
Es war der 11. März 2011 als nach einem schweren Erdbeben und einem Tsunami zwei Atomkraftwerke im japanischen Fukushima explodierten. Mehr als 150.000 Menschen mussten umgesiedelt werden, die meisten von ihnen ohne die Chance, jemals wieder zurückzukehren. Die Zahl der Schilddrüsenerkrankungen bei Kindern geht in die Tausende, viele andere Strahlenerkrankungen werden folgen.

2016 Feels like Atomausstieg?
Infolge dessen wurde in Deutschland der sog. Atomausstieg verkündet, der neben der Stilllegung einiger Schrottreaktoren vor allem den Weiterbetrieb der profitabelsten Reaktoren für ein weiteres Jahrzehnt festschrieb. Darüber hinaus behielten die international bedeutenden Atomfabriken in Lingen (10% aller Brennelemente weltweit werden dort produziert) und Gronau (rund 10% der Urananreicherung weltweit findet hier statt) ihre unbefristete Betriebserlaubnis.
Die Versorgung dieser Atomfabriken mit frischem Uran und der Abtransport der z.T. extrem gefährlichen Produkte (angereichertes Uran und Brennelemente) führt dabei zu mehreren hundert Urantransporten jährlich.
Mit einem Atomausstieg hat das alles nichts zu tun und zeigt leider wieder: Atomausstieg ist Handarbeit, das heißt: beobachten, begleiten, eingreifen, blockieren – deshalb dieser Aktionstag.
Wer den Atomausstieg will, muss selbst aktiv werden. Also raus an die Schiene!

Uranabbau ist Supergau
Wir wollen am Beginn der atomaren Brennstoffkette ansetzen!
Denn die zerstörerische Verarbeitungskette des Urans, vom Bergwerk über die Konversions– und Anreicherungsanlagen zum Brennelement und schließlich bis zum AKW, beginnt mit dem Uranabbau und dem anschließenden Transport von Uranerzkonzentrat (Yellow Cake) in die weiterverarbeitenden Betriebe.
Konkret geht es bei unserem jetzigen Aufruf daher um Transporte von Uranerzkonzentrat. Diese Transporte werden regelmäßig im Hamburger Hafen verladen und fahren dann per Zug weiter quer durch Deutschland und Frankreich nach Narbonne, inklusive radioaktiver Strahlung und entsprechender Gefährdung. Das Uranerzkonzentrat kommt auf Schiffen aus Namibia über den Atlantik oder aus Usbekistan, Kasachstan bzw. Russland über den Nord-Ostsee-Kanal nach Hamburg.

Das Uran muss in der Erde bleiben -
Leave uranium in the ground – Laissons l'uranium dans le sol

Der Abbau von Uran geht einher mit enormen Umweltzerstörungen, meist verbunden mit Menschenrechtsverletzungen. Die gigantischen Mengen an radioaktivem Abraum, die beim Tagebau entstehen, lagern in Namibia beispielsweise unter freiem Himmel, der Staub wird über das Land geweht, und sorgt für radioaktive Verseuchung und entsprechende Gesundheitsschäden rund um die Abbaugebiete. Die beim Auswaschen des Urans benötigten Wassermengen fehlen an anderer Stelle als Trinkwasser.
Umweltzerstörungen im globalen Maßstab dienen also dazu, dass reiche Länder auf Kosten der Anderen mit Energierohstoffen versorgt werden.

Was kannst Du tun?
Wir werden den ersten Urantransport nach dem Fukushima Jahrestag, dem 11.3., von Hamburg nach Narbonne / Malvesie mit Protestaktionen begleiten.
Wann ein Transport erwartet wird, erfährst Du auf der Seite urantransporte.de, die Du im Aktionszeitraum regelmäßig checken solltest.
In Kiel wird es eine Mahnwache am Tiessenkai in Kiel-Holtenau geben. Bring möglichst große Transparente mit.
Da nicht klar ist, wann ein entsprechendes Schiff in die Schleuse einfährt, kannst Du deine Handynummer/Mailadresse hinterlassen (per Mail an kielatom@posteo.de) und bekommst eine SMS oder eine Mail, wenn der genaue Treffpunkt bekannt ist. Erfahrungsgemäß fahren die Schiffe meist am frühen Abend in den Nord-Ostsee-Kanal ein.

Aktuelle Informationen
Allgemein: www.urantransport.de
Kiel: http://bi-kiel.blogspot.de/
Ticker zum Transport: https://twitter.com/urantransport

Für eine Gesellschaft in der Atomanlagen nicht möglich sind!
veröffentlicht am 14.02.2016

Vor 5 Jahren, am 11. März 2011, gerieten nach einem Erdbeben und Tsunami 3 Reaktoren der Atomanlage in Fukushima außer Kontrolle. Obwohl die besondere Gefährdung dieser Region bekannt war, wurde auch dieses AKW aus Profitgier gebaut und betrieben. Tausende Menschen mussten nach dem Super-GAU ihre Heimat verlassen. In der Region steigt die Zahl der Menschen mit Schilddrüsenkrebs unaufhörlich. Seit dem Unfall fließen täglich 200 t hochverstrahltes Wasser aus der Reaktoranlage in den Pazifik. Diese Verstrahlung hat bereits den amerikanischen Kontinent in Höhe von Kalifornien erreicht. Nach dem japanischen Super-GAU wurden in Deutschland nur 8 von 17 Reaktoren abgeschaltet. Die restlichen Atomkraftwerke dürfen zum Teil noch bis zum Jahr 2022 weiterlaufen. Sie erzeugen damit täglich große Mengen hochradioaktiven Atommülls, bei dem bis heute weltweit niemand weiß, wo er sicher gelagert werden kann. Außerdem besteht bei jedem dieser Reaktoren jeden Tag die Gefahr eines Super-GAUs – auch in Deutschland.

Der sogenannte Atomausstieg gilt nicht für die Urananreicherungsanl­age in Gronau und die Brennelementefabrik in Lingen. Sie besitzen beide eine unbefristete Betriebserlaubnis. Somit dürfen sie auch nach 2022 weiter Brennelemente für Atomkraftwerke herstellen bzw. Uran 235 anreichern. Von Lingen aus werden ca. 10% der weltweiten Atomkraftwerke beliefert. Deutsche Firmen und Banken sind weltweit maßgeblich beim Bau von Atomanlagen beteiligt.
Global ist die Atomkraftnutzung der Einstieg in den Atombombenbau.

Atomanlagen stellen bereits in Friedenszeiten eine verantwortungslose Bedrohung für alles Leben auf der Erde dar. Unter Bedingungen, die zunehmend von militärischen Konflikten, Anschlägen und regionalen Kriegen bis zur permanenten Eskalationsgefahr zu einem Weltkrieg gekennzeichnet sind, verschärft sich diese Gefahr.

Nur eine weltweit konsequente Anti-Atom- sowie entschlossene Friedenspolitik können diese bedrohliche Entwicklung mit atomarer Aufrüstung und der konkreten Planung von Atomwaffeneinsätzen stoppen.
Fracking, bei dem giftige Substanzen in den Boden geleitet werden, und Kohleverbrennung mit hohem CO²-Ausstoß sind keine Alternativen zur Atomkraft.

Einzige Lösung ist daher die Umstellung auf dezentrale, vergesellschaftete erneuerbare Energien und eine Senkung des Energieverbrauchs.

Deshalb fordern wir:
Sofortiger Stopp aller Atomkraftwerke und Atomanlagen!

Asmus-Bremer-Platz
Holstenstraße 53
24103 Kiel
Beginn: 12 Uhr, 12. März 2016

Unterstützende Gruppen: BUND SH, Bundesverband WindEnergie, Fukushima Mahnwache Schönberg, Friedenswerkstatt, DFG-VK Kiel, BI Kiel gegen Atomanlagen, IPPNW, ATTAC, Netzwerk Energiewende Lübeck gegen Atomkraft, für Klimaschutz, MontagsdemonstrantIn­nen Lübeck, .ausgestrahlt e.V., MAUS (Meßstelle für Arbeits- und Umweltschutz e.V.), SAND (Systemoppositionelle Atomkraft Nein Danke-Gruppe), COMM e.V.

Kontakt: BI gegen Atomanlagen c/o Friedenswerkstatt, Exerzierplatz 19, 24103 Kiel
http://bi-kiel.blogspot.de , Facebook: Montagsdemo Kiel, kielatom@posteo.de

Für Mitfahrgelegenheiten und Aktionen an anderen Orten hier klicken!


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veröffentlicht am 14.09.2015

Protestaktion gegen Atomtransporte

Pressemitteilung
BI Kiel gegen Atomanlagen

Keine Atomkraft – nirgendwo!
Atomtransport auf dem Nord-Ostssee-Kanal nicht willkommen

Am heutigen Sonntagabend fuhr der Frachter „Mikhail Dudin" mit radioaktiver Ladung durch die Schleuse von Kiel-Holtenau in den Nord-Ostsee-Kanal. Atomkraftgegner_innen protestierten gegen diese Transporte, indem sie ein Transparent mit der Aufschrift „Stoppt Atomtransporte durch den Nord-Ostsee-Kanl" an der Holtenauer Brücke entrollten und Passant_innen mit Flugblättern informierten. Die Aktion bildet den Auftakt für Aktionen gegen einen Urantransport entlang der Transportstrecke durch Deutschland und Frankreich nach Narbonne.

Immer wieder transportiert die „Mikhail Dudin" radioaktive Stoffe aus St. Petersburg über den Nord-Ostsee-Kanal nach Hamburg – auch diesmal wird radioaktive Fracht an Bord sein. Am Montag früh legte das Schiff am Südwest-Terminal bei der Firma C.Steinweg in Hamburg an – aller Wahrscheinlichkeit nach ist „Yellow Cake" (Uranerzkonzentrat) an Bord.

Ziel des Transports ist eine der Atomanlagen, die Uran konvertieren, im französischen Narbonne. Erst nach zahlreichen Produktionsschritten vom Uranabbau an über Konversion und Anreicherung, entstehen Brennelemente für den Einsatz in Atomkraftwerken. Bei jedem Schritt erfolgen Transporte per Schiff, Zug und LKW also auf Wasser, Schienen und Straßen direkt an der Bevölkerung vorbei, ohne diese zu informieren. Zudem wird bei jedem Schritt neuer radioaktiver Müll produziert.

Die„Mikhail Dudin" ist in Kiel nicht unbekannt. Im Februar 2015 havarierte sie - ebenfalls mit radioaktiver Fracht an Bord - vor der Schleuse in Kiel-Holtenau mit einem Maschinenschaden. „Gerade im Nord-Ostsee-Kanal gibt es immer wieder Schiffsunfälle – radioaktive Ladung erhöht dabei die Gefahren. Diese hochgefährlichen Transporte ermöglichen erst den "Weiter"-Betrieb von Atomanlagen weltweit. Wer einen Atomausstieg ernst meint, kann auch keine Material-Transporte dulden. Daher fordern wir: Atomtransporte stoppen in Deutschland und weltweit! Keine Gefährdung von Menschen und Umwelt!", kommentiert die BI Kiel gegen Atomanlagen.

In den letzten Wochen hatten zahlreiche Anti-Atom-Gruppen aus Deutschland und Frankreich zu Protesten gegen den ersten „Yellow Cake"-Transport nach Frankreich ab dem 12.September aufgerufen – dieser könnte sich auf der „Mikhail Dudin" befinden. Kiel wird nur die erste Station sein. Weitere Proteste sind in Hamburg, Bremen, Münster, Köln und an der deutsch-französischen Grenze in Perl angekündigt, jeweils bei Durchfahrt des Transports. „Atomkraft ist an jeder Stelle der Produktionskette höchst problematisch und muss gleich beim Uranabbau gestoppt werden. Wir nutzen die Urantransporte um das zu thematisieren", erklärt eine Unterstützerin die Aktion.


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Weiterführende Informationen:

urantransport.de 
atomtransporte-hamburg-stoppen.de
veröffentlicht am 23.08.2015

Der Dokumentarfilm „Nuclear Lies“ deckt die furchtbaren Missstände rund um indische Atomanlagen auf. Mit Lügen werden die Menschen manipuliert, mit Polizeigewalt zum Schweigen gebracht.

Der 72-minütige Film nimmt uns mit auf eine Reise zu verschiedenen Standorten der Atomindustrie in Indien – angefangen bei einer Uran-Mine über die derzeit größte geplante Nuklearanlage der Welt in Jaitapur an der Westküste bis hin zu den beiden Reaktorblöcken bei Kudankulam an der Südspitze Indiens.

Dabei stellt Regisseur Praved Krishnapilla weniger die ökonomischen Zusammenhänge in den Vordergrund, sondern widmet sich vielmehr den Stimmen und Perspektiven der Betroffenen und ihrem persönlichen Kampf ums Überleben.

Der Film wird von der BI Kiel gegen Atomanlagen gezeigt.

Montag, 21.9.2015, 19.30 Uhr im FahrradKinoKombinat, Alte Mu, Lorentzendamm 6 – 8, 24103 Kiel

Wegbeschreibung:
veröffentlicht am 16.07.2015 

Wir tragen die Ziele des Bündnisses weitgehend mit. Neben den aktuell stattfindenden imperialistischen Kriegen betrachten wir jedoch die sich zuspitzende Kriegsgefahr durch die militärisch aggressive, eindeutig gegen Russland gerichtete “Osterweiterung“ der NATO, die das Potential eines Welt- und Atomkriegs in sich birgt, als unser aller zentrales Thema, bei dem es um nicht weniger als das Überleben der Menschheit geht.

Auch bei dieser hochbedrohlichen Entwicklung spielt das ISPK (Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel) mit Professor Joachim Krause an der Spitze ideologisch sowie propagandistisch, kriegsbefürwortend und -vorbereitend eine exponierte Rolle. Prof. Krause ist in entsprechenden Kreisen hervorragend vernetzt. So ist er Inhaber eines Sitzes im Präsidium der DGAP (Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik), einer zentralen Thinktank-Institution, deren Mitarbeiter derzeit eine Erweiterung der NATO-Nuklearstrategie fordern, mit entsprechender atomarer Aufrüstung gegen Russland. Eingebunden in die aktuellen Weißbuchplanungen der Bundeswehr fordert ein DGAP-Autorenteam einen drastischen Ausbau der von den westlichen Staaten unterhaltenen Streitkräfte. Besonderes Lob erfährt folgerichtig die von der NATO als "Speerspitze" für künftige Kriegsoperationen vorgesehene "Very High Readiness Joint Task Force" (VJTF), die vorrangig aus Soldaten der Bundeswehr besteht.

In den USA wird derzeit offen von Militärs und führenden Politikern Russland (vor China, Nordkorea und dem Iran) zum Hauptfeind erklärt und versucht, die Bevölkerung auf einen Krieg einzustimmen.
Vor dieser gefährlichen Entwicklung ist erfreulicherweise auch auf der Diskussionsveranstaltung des Bündnisses von Tobias Pflüger, Mechthild Klingenburg-Vogel und anderen Rednern gewarnt worden.

Die Lage ist dramatisch. Obwohl die eindeutige Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland und Europa diese Entwicklung ablehnt, bereiten die Eliten der Natostaaten, vorangetrieben durch zunehmende Wirtschaftsprobleme durch systembedingte Kapitalverwertungsschwierigkeiten, einen Angriff auf Russland vor: Immer größere Waffenmengen werden an die Grenze zu Russland verlagert. Der Ukrainische Ministerpräsident Poroschenko, über einen Putsch durch US- und EU-Unterstützung sowie mit Hilfe faschistischer Kreise an die Macht gekommen, schwadroniert vom “Totalen Krieg“ gegen Russland, inszeniert einen Krieg gegen die eigene Bevölkerung und erhält dafür umfangreiche Waffenlieferungen und finanzielle Hilfen von den NATO-Staaten.

Länderübergreifende Militärmanöver sowie provokative Fahrten mit Kriegsschiffen und Flüge mit Kampfflugzeugen, sogar B 52-Bombern, direkt bis an die russ. Grenze bzw. an die russischen Hoheitsgewässer heran (vom Polarkreis bis nach Georgien) nehmen immer mehr zu und stellen allein durch die Gefahr von Fehlalarmen und Funktionsstörungen bei weitgehend automatisierten Reaktionsketten eine immense Gefahr dar, einen Weltenbrand auszulösen.

Trotz der Zusicherung durch die westlichen Staaten, die NATO nicht nach Osten auszudehnen, fand durch die Aufnahme weiterer Staaten in den NATO-Verbund in den letzten Jahren eine geradezu bedrohliche militärische Umzingelung Russlands statt. Der in Europa errichtete sogenannte Raketenabwehrschirm, der mit der Lüge, einen Schutz vor Raketenangriffen aus dem Iran und Nordkorea zu bilden, errichtet wurde, stellt in Wirklichkeit ein Instrument dar, um die atomare Zweitschlagskapazität Russlands auszuhebeln und damit einen atomaren Erstschlag für die NATO interessant zu machen.

Dass mittlerweile in amerikanischen Thinktank- und Politikerkreisen offen sogar über einen atomaren Angriff auf Russland nachgedacht wird, die Konsequenzen verschwiegen werden und von europäischen Politikern in dieser Hinsicht so gut wie kein Widerspruch kommt, verdeutlicht, wie dringlich der Aufbau einer entschlossenen Antikriegsbewegung mit Massendemonstrationen, Streiks und Blockaden ist. Das Bündnis gegen die Kiel Conference sollte diese Bewegung mit aller Kraft mitaufbauen und -tragen.
veröffentlicht am 14.04.2015

Dem atomaren Zwischenlager Brunsbüttel ist die Betriebserlaubnis entzogen worden, weil die Genehmigungsbehörde nicht nachweisen kann, dass das Lager ausreichend vor terrroristichen Angriffen (und dem Absturz eines Grossflugzeuges, wie dem A380) geschützt ist. Das gilt faktisch für alle Zwischenlager in Deutschland – auch für die baugleiche Halle in Brokdorf.

Trotz fehlenden Entsorgungsnachweises produzieren die AKW weiter hochradioaktiven Müll, als gäbe es das Gerichtsurteil nicht. Und die Politik zieht nicht die Reißleine, sie lässt die Atomlobby weiter gewähren.

Das lassen wir uns nicht gefallen! Kein AKW der Welt ist sicher!

Weltweit gibt es kein einziges funktionierendes „Endlager“!

Der Betrieb des AKW Brokdorf ist überflüssig, weil in Deutschland mehr Strom produziert als verbraucht wird. Wir fordern das sofortige Ende der Atomenergie! Die Energiewende darf nicht ausgebremst werden.

Tschernobyl mahnt – AKW Brokdorf abschalten – nicht erst 2021, sondern JETZT.
 
Weitere Informationen sind hier zu finden!

Flugblätter zum Verteilen sowie Plakete können bei .ausgestrahlt bestellt werden. Oder gleich selber ausdrucken: Flyer // Plakat

Aus Anlass des 29. Jahrestages der Tschernobyl-Katastrophe rufen wir für Sonntag, den 26.April 2015 ab vier vor zwölf zu einer Protest- und Kulturmeile rund um das AKW Brokdorf auf.

Abfahrt unseres Busses am Wilhelmplatz (Kiel) um 10:00 Uhr, Wiederankunft: Die genaue Zeit wird im Bus bekannt gegeben
Busfahrkarten für 10 Euro im Buchladen Zapata, Wilhelmplatz 6 oder - falls dann noch vorhanden - direkt am Abfahrtsort
veröffentlicht am 14.04.2015



Die Suche nach dem sichersten Ort der Erde hält seit Mitte der 50er Jahre an. Seit dem Moment, als man zum ersten mal mittels der Technologie der Kernspaltung Strom erzeugte – doch keiner Antwort darauf hatte, wohin mit dem hochradioaktiven Abfall. Mehr als 350.000 Tonnen Atommüll sammelten sich in den letzten 60 Jahren an, und jährlich kommen weitere 10.000 dazu. Ein Endlager existiert bis heute nicht, die Produktion wird allerdings ungebrochen fortgesetzt. Der in der Schweiz lebende Nuklearphysiker und international renommierte Endlagerexperte Charles McCombie und einige seiner wichtigsten Weggefährten geben dem Regisseur Edgar Hagen Einblick in ihr hartnäckiges Ringen, den dereinst sichersten Ort der Erde zu finden, um das fatale Dilemma zu beheben.

zum Trailer

Der Film läuft an folgenden Tagen im Kultur- und Kommunikationszentrum Pumpe, Haßstr. 22, 24103 Kiel:
Mittwoch, 22.04.2015 um 19:00 Uhr, Sondervorführung mit Wolfgang Ehmke (Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg)
Donnerstag, 23.04.2015 um 17:00 Uhr
Freitag, 24.04.2015 um 17:00 Uhr
Montag, 27.04.2015 um 17:00 Uhr
veröffentlicht am 14.04.2015



Lohndumping bei kommunalen Unternehmen in Flensburg, Genmais auf den Feldern bei Rendsburg, Filets aus geklonten Fischen in Kieler Restaurants & Märkten, Milliarden-Straf­zahlungen für die Abschaltung des AKW Krümmel, himmelhoch steigende Mieten in Schleswig, geschlossenes Krankenhaus in Itzehoe und bankrotte Theater in Lübeck.

Das sind nur ein paar der Zukunftsszenarien, die nach Befürchtungen von über 350 Organisationen auch auf Schleswig-­Holstein zukommen könnten – wenn die geplanten „Freihandels- und Investitionsschutzabkommen“ verabschiedet werden.

Egal ob sie ACTA, TTIP oder CETA genannt werden: Unter dem Deckmantel des freien Handels sollen Verbraucherschutz- und Umweltstandards sowie Arbeitnehmer_innenrechte und demokratische Prinzipien über Bord geworfen werden. Gelockt werden die Bürger*innen weltweit mit angeblich steigendem Wirtschaftswachstum, mehr Arbeitsplätzen und sinkenden Preisen.

Erfahrungen aus vorangegangen Abkommen und durchge­sickertes aus den aktuellen Geheimverhandlungen zeigen: Konzerne profitieren, Mensch und Umwelt verlieren. Die Verhandlungen finden aus „gutem“ Grund hinter verschlossenen Türen statt – Demokratie und Transparenz sehen anders aus!

Am 18. April gehen weltweit hunderttausende Bürger*innen unter dem Motto „Mensch und Umwelt vor Profit!“ auf die Straße. Auch in Kiel wollen wir mit Flashmobs, Straßentheater und einer Demonstration ein Zeichen setzen.

Wir, die BI Kiel gegen Atomanlagen, unterstützen diesen Aktionstag und sind Teil vom Kieler Bündnis gegen TTIP, CETA & TiSA.

Weitere Informationen zum Ablauf inkl. genauer Uhrzeiten sind hier zu finden!
veröffentlicht am 10.02.2015



Am vergangenen Samstag, den 07.02.2015, fand bundesweit in 13 Orten ein Aktionstag gegen die von der Reederei Hapag-Lloyd durchgeführten Atomtransporte statt. Auch in Kiel wurde ein Transparent gegen Atomtransporte von zwei Kletternden zwischen zwei Bäumen vor einem Hapag-Lloyd-Reisebüro befestigt
und Flyer verteilt.

Die Reederei Hapag-Lloyd transportiert regelmäßig von Kanada nach Gronau über den Hamburger Hafen Uranerzkonzentrat und Uranhexafluorid für die unbefristet laufende Uranindustrie in Narbonne (Frankreich) und Gronau (Westfalen), wo die Uranprodukte für den Einsatz in Atomkraftwerken weiterverarbeitet werden. Diese Atomtransporte stehen in der Kritik, weil sie den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken weltweit ermöglichen – entgegen einem angeblichen Atomausstieg.

Am heutigen Aktionstag in Kiel und anderen Orten wurde vor Reisebüros der Hapag-Lloyd und TUI demonstriert. Die Reisebüros wurden von Hapag-Lloyd an die TUI verkauft, aber TUI ist weiterhin Anteilseigner bei Hapag-Lloyd und damit am Geschäft mit den radioaktiven Stoffen beteiligt. Dagegen wandten sich auch die AtomkraftgegnerInnen in Kiel, die mit zwei Transparenten in luftiger Höhe und satirischen Flyern auf die Atomtransporte aufmerksam machten. Sie forderten die PassantInnen auf, darüber nachzudenken, bei wem sie ihren nächsten Urlaub denn buchen wollen.

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veröffentlicht am 10.12.2014


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Nächste Termine:

  • 11.3.19 8.Fukushima-Jahrestag

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