veröffentlicht am 14.09.2015

Protestaktion gegen Atomtransporte

Pressemitteilung
BI Kiel gegen Atomanlagen

Keine Atomkraft – nirgendwo!
Atomtransport auf dem Nord-Ostssee-Kanal nicht willkommen

Am heutigen Sonntagabend fuhr der Frachter „Mikhail Dudin" mit radioaktiver Ladung durch die Schleuse von Kiel-Holtenau in den Nord-Ostsee-Kanal. Atomkraftgegner_innen protestierten gegen diese Transporte, indem sie ein Transparent mit der Aufschrift „Stoppt Atomtransporte durch den Nord-Ostsee-Kanl" an der Holtenauer Brücke entrollten und Passant_innen mit Flugblättern informierten. Die Aktion bildet den Auftakt für Aktionen gegen einen Urantransport entlang der Transportstrecke durch Deutschland und Frankreich nach Narbonne.

Immer wieder transportiert die „Mikhail Dudin" radioaktive Stoffe aus St. Petersburg über den Nord-Ostsee-Kanal nach Hamburg – auch diesmal wird radioaktive Fracht an Bord sein. Am Montag früh legte das Schiff am Südwest-Terminal bei der Firma C.Steinweg in Hamburg an – aller Wahrscheinlichkeit nach ist „Yellow Cake" (Uranerzkonzentrat) an Bord.

Ziel des Transports ist eine der Atomanlagen, die Uran konvertieren, im französischen Narbonne. Erst nach zahlreichen Produktionsschritten vom Uranabbau an über Konversion und Anreicherung, entstehen Brennelemente für den Einsatz in Atomkraftwerken. Bei jedem Schritt erfolgen Transporte per Schiff, Zug und LKW also auf Wasser, Schienen und Straßen direkt an der Bevölkerung vorbei, ohne diese zu informieren. Zudem wird bei jedem Schritt neuer radioaktiver Müll produziert.

Die„Mikhail Dudin" ist in Kiel nicht unbekannt. Im Februar 2015 havarierte sie - ebenfalls mit radioaktiver Fracht an Bord - vor der Schleuse in Kiel-Holtenau mit einem Maschinenschaden. „Gerade im Nord-Ostsee-Kanal gibt es immer wieder Schiffsunfälle – radioaktive Ladung erhöht dabei die Gefahren. Diese hochgefährlichen Transporte ermöglichen erst den "Weiter"-Betrieb von Atomanlagen weltweit. Wer einen Atomausstieg ernst meint, kann auch keine Material-Transporte dulden. Daher fordern wir: Atomtransporte stoppen in Deutschland und weltweit! Keine Gefährdung von Menschen und Umwelt!", kommentiert die BI Kiel gegen Atomanlagen.

In den letzten Wochen hatten zahlreiche Anti-Atom-Gruppen aus Deutschland und Frankreich zu Protesten gegen den ersten „Yellow Cake"-Transport nach Frankreich ab dem 12.September aufgerufen – dieser könnte sich auf der „Mikhail Dudin" befinden. Kiel wird nur die erste Station sein. Weitere Proteste sind in Hamburg, Bremen, Münster, Köln und an der deutsch-französischen Grenze in Perl angekündigt, jeweils bei Durchfahrt des Transports. „Atomkraft ist an jeder Stelle der Produktionskette höchst problematisch und muss gleich beim Uranabbau gestoppt werden. Wir nutzen die Urantransporte um das zu thematisieren", erklärt eine Unterstützerin die Aktion.


[Bitte die Bilder anklicken, um eine größere Ansicht zu erhalten]

Weiterführende Informationen:

urantransport.de 
atomtransporte-hamburg-stoppen.de

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