Kundgebung am 10.3.2018, 11 – 13 Uhr - Asmus-Bremer Platz

Bei einem Erdbeben am 11.3.2011 kam es 25 Jahre nach Tschernobyl erneut zu einer atomaren Katastrophe. Mehrere Reaktoren gerieten außer Kontrolle. Heute ist die Strahlung in der Umgebung von Fukushima immer noch hoch, einige Gebiete werden trotz hohem Aufwand für die Dekontamination unbewohnbar bleiben und niemand weiß wohin mit den radioaktiv verstrahlten riesigen Mengen Abfall von den Dekontaminationsarbeiten. Gleichzeitig werden Menschen aus Fukushima in Japan sozial ausgegrenzt und diskriminiert, unter den Evakuierungen leiden insbesondere arme und ältere Menschen – so zeigen sich auch die sozialen Folgen einer menschengemachten Katastrophe.

Auch hier sind wir nicht weit vor einem Super-GAU entfernt: Im Herbst durfte das AKW Brokdorf wieder anfahren, obwohl bei dem letzten Wechsel von Brennelementen starke Oxidation (Rost) aufgefallen war und die Ursache dafür bis heute nicht eindeutig feststeht. Obwohl es in Schleswig-Holstein wirklich genug Strom aus erneuerbaren Quellen gibt, hat dieses AKW eine Betriebsgenehmigung bis 2021. Darüber hinaus versorgt Deutschland mit angereichertem Uran aus Gronau und Brennelementen aus Lingen AKWs in aller Welt – unbefristet und auch mit Transporten radioaktiver Stoffe durch den Nord-Ostsee-Kanal. Zuletzt wurden hier auch Brennelemente für einen AKW-Neubau in Finnland durchgeschleust. Das muss aufhören – wir brauchen endlich einen echten Atomausstieg, damit sich Tschernobyl und Fukushima nicht wiederholen!

Strom dürfen wir nur so erzeugen, wie es ökologisch und sozial vertretbar ist. Das heißt wir wollen weder Fracking, noch Kohlekraftwerke, die das Klima zerstören, noch Atomkraftwerke, die strahlenden Müll hinterlassen, sondern dezentral erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien, über den die Bevölkerung und nicht Konzerne bestimmen. Für die Abschaffung der herrschenden Verhältnisse – weg von Kohle und Atom!

Eng mit der Atomkraft verbunden sind Atomwaffen, auch Deutschland will die Option darauf mit dem Weiterbetrieb der Urananreicherungsanlage in Gronau behalten und trägt damit zur Weiterverbreitung der Waffentechnologie bei. Jegliche Atomwaffen, auch die in Büchel gelagerten, müssen abgerüstet werden, damit nicht ein Krieg die ganze Erde vernichtet!


veröffentlicht am 02.03.2017

Am 11. März diesen Jahres jährt sich die schreckliche Atom-Katastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima Daiichi zum sechsten Mal.
Unzähligen Menschen hat dieses verheerende Ereignis das Leben gekostet, etliche mussten die Region für immer verlassen und bis heute erkranken unschuldige Menschen durch die weiterhin akute Strahlung – nicht nur bei den noch mindestens 40 Jahre andauernden Aufräumarbeiten.

Täglich werden Hunderte Tonnen Kühlwasser in die zerstörten Reaktoren geleitet, die anschließend auch ins Grundwasser gelangen und abgepumpt werden müssen, um einen Austritt ins Meer zu verhindern. Dieses Wasser wird dann in minderwertigen Tanks, die schon nach wenigen Jahren undicht werden können, auf riesigen Arealen gelagert, andere verstrahlte Materialien werden in einfachen schwarzen Müllsäcken in Wohngebieten und entlang der japanischen Küste gesammelt. Neben Platzproblemen sind Menschen tagtäglich einer unmittelbaren Strahlung ausgesetzt und ein Tsunami könnte die Müllsäcke mühelos ins Meer spülen. Dabei ist kaum absehbar, was das für Folgen hätte.

Und was machen Tepco, das Betreiberunternehmen des Atomkraftwerks, sowie die japanische Regierung? Mit allen Mitteln versuchen sie diese katastrophalen Zustände herunterzuspielen und zu vertuschen. Erst kürzlich wurde bekannt, dass sich die direkten Kosten durch den Super-GAU von Fukushima auf schätzungsweise 180 Milliarden Euro summieren werden – also fast doppelt so teuer wie noch 2013 angenommen. Alle Zahlen sind nur vorläufig, indirekte Belastungen wie etwa gestiegene Gesundheitskosten sind in der Rechnung gar nicht erfasst. Die Regierung trägt diese Kosten durch Aufnahme weiterer Kredite, wobei schon heute klar ist, dass Tepco diese Gelder nie zurückzahlen wird und damit trotz jahrzehntelanger eingefahrener Profite aus der Verantwortung entlassen wird.
Die Liste der Probleme und Vertuschungen ist noch viel länger, als hier in aller Kürze darstellbar.

Und was passiert hierzulande? Acht Atomkraftwerke sind trotz mahnender Beispiele wie Fukushima oder Tschernobyl noch immer bis teils 2022 am Netz – und womöglich noch darüber hinaus. Regelmäßig finden Atomtransporte – unter anderem durch den Nord-Ostsee-Kanal – statt. Die Schiffe transportieren die gefährliche, radioaktive Fracht zwischen den Häfen St. Petersburg, Hamburg, Bremen, Antwerpen und dem Rest der Welt hin und her. Start- und Zielpunkte in der Bundesrepublik sind zum Beispiel die Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau und die Brennelementefabrik in Lingen. Auch nach dem sogenannten Atomausstieg haben diese Anlagen eine unbefristete Betriebsgenehmigung. Die Transporte werden also weiter fahren.

Auch der fahrlässig organisierte Rückbau bereits abgeschalteter Atomanlagen sowie die Lagerung der sogenannten freigemessenen strahlenden Abfälle auf Hausmülldeponien sind schon heute ein großes Thema und werden uns in den nächsten Jahrzehnten noch vor viele weitere Probleme stellen.

Es gibt genug Gründe, warum wir anlässlich des sechsten Jahrestages der Atom-Katastrophe von Fukushima auf die Straßen gehen müssen!
Wir, die BI Kiel gegen Atomanlagen, wollen gemeinsam mit vielen anderen mit Strahlenschutzanzügen verkleideten Menschen einen Schweigemarsch durch die Kieler Innenstadt machen.

Fukushima mahnt:
Alle Atomanlagen abschalten – sofort und weltweit! 

Treffpunkt um 15:00 Uhr: Holstenstraße (Fußgängerzone), vor der Santander-Bank
– Schweigemarsch zum Hauptbahnhof, dort wird eine Mahnwache abgehalten –
(Strahlenschutzanzüge werden vor Ort gestellt)
Ende: ca. 17:00 Uhr


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veröffentlicht am 02.02.2017



Am 18. und 19. Februar 2017 erkunden wir die Atomtransporte-Strecke von Kiel nach Frankreich

Fahrt mit uns mit!

Der sogenannte Atomausstieg ist beschlossen – Atompolitik kein Thema mehr? Dennoch fahren täglich Atomtransporte quer durch die Welt um die Atomindustrie mit neuem Brennstoff zu versorgen. Uran wird abgebaut, umgewandelt, angereichert, in Brennelemente gepresst, zu Atomkraftwerken transportiert. Diese Transporte sind Lebensader und zugleich Achillesferse der Atomindustrie – ohne Atomtransporte könnten Atomkraftwerke nicht laufen. Weil wir einen weltweiten, sofortigen Atomausstieg wollen, rufen wir zu Streckenaktionstagen am 18. und 19. Februar 2017 auf. Wir werden einer Atomtransport-Strecke mit Regionalzügen folgen und die Reisenden auf Versorgungstransporte und Anlagen der Atomindustrie, die trotz „Atomausstieg“ unbefristet weiter laufen, aufmerksam machen. Wir werden in Kiel starten und bis nach Trier weiter fahren.  Die Reise führt über Hamburg, Bremen, Osnabrück, Münster, Hagen, Köln, Bonn, Koblenz und Trier. Es ist möglich unterwegs zuzusteigen.

Uranerzkonzentrat

Konkret geht es bei unserem jetzigen Protestaufruf um Transporte von Uranerzkonzentrat, auch bekannt als „Yellow Cake“. Diese Transporte werden regelmäßig im Hamburger Hafen verladen und fahren dann per Zug weiter quer durch Deutschland und Frankreich nach Narbonne, inklusive radioaktiver Strahlung und entsprechender Gefährdung. Das Uranerzkonzentrat kommt auf Schiffen aus Namibia über den Atlantik oder aus Usbekistan, Kasachstan oder Russland über den Nord-Ostsee-Kanal nach Hamburg.

Zerstörungen durch Uranabbau

Das Uranerzkonzentrat ist der Stoff, der beim Auswaschen von uranhaltigem Gestein in den Abbaugebieten produziert wird. Der Abbau von Uran geht einher mit großen Umweltzerstörungen, meist verbunden mit Menschenrechtsverletzungen. Die gigantischen Mengen an radioaktivem Abraum, die beim Tagebau entstehen, lagern beispielsweise in Namibia unter freiem Himmel, der Staub weht weg und sorgt für radioaktive Verseuchung und entsprechende Gesundheitsschäden rund um die Abbaugebiete. Die beim Auswaschen des Urans benötigten Wassermengen fehlen an anderer Stelle als Trinkwasser. In anderen Ländern wie z.B. Kasachstan wird zur Uranförderung eine Fracking-Methode verwendet, bei der das Uran in Schwefelsäure gelöst aus den Gesteinsschichten heraus gepresst wird. Umweltzerstörungen überall auf der Welt dienen also dazu, dass reiche Länder sich auf Kosten der anderen mit Energie versorgen.

Konversionsanlage in Narbonne

Das Ziel der Transporte ist die Anlage von AREVA in Narbonne Malvési in Südfrankreich. Dort wird das Uran in Urantetrafluorid konvertiert, nach Pierrelatte verfrachtet und dort in Uranhexafluorid umgewandelt. Bei der Verarbeitung und Umwandlung des Urans entstehen große Mengen flüssiger und halb flüssiger giftiger schwach strahlender Abfälle, die nun seit über 60 Jahren kontinuierlich in über ca. 30 Hektar große Abklingbecken geleitet werden. 2004 brach bereits ein Damm der Becken und radioaktiver Schlamm lief aus. Auch diese Anlage ist also alles andere als sicher.

Nach der Konvertierung wird das Uranhexafluorid zum Beispiel in der Urananreicherungsanlage in Gronau (Westfalen) angereichert und wieder exportiert oder in Lingen (Emsland) zu Brennelementen verarbeitet. Beide Anlagen haben eine unbefristete Betriebsgenehmigung und eine Stilllegung ist nicht in Sicht – auch hier kein Atomausstieg!

Die Aktionstage

Wir werden mit der Regionalbahn fahren. Wir wollen Informationen zu Atomtransporten an der Strecke unter die Menschen bringen. Fahrt mit uns mit! Bringt Verkleidung, Modell-Atomtransporte und andere kreative Dinge zur unterhaltsamen Gestaltung des Aktionstages mit!

Wir fahren voraussichtlich am Samstag, den 18.2. um 7:21 in Kiel ab und kommen um 21.30 in Trier an. Am Hauptbahnhof von Trier werden am 19.2. um 9 Uhr „Yellow Cake“ und die Teile der französischen Baustelle für ein atomares Endlager in Bure zwischen den zwei Gruppen ausgetauscht, die sich danach trennen und wieder nach Frankreich  bzw. zur Urananreicherungsanlage in Gronau fahren um dort die symbolische Urantransport-Fahrt abzuschließen. Diese Anlage wird regelmäßig aus Frankreich versorgt, es gibt zudem einen regen Atommüll-Verkehr zwischen Gronau und Pierrelatte.  Ankunft in Gronau wird voraussichtlich um 17.04 sein, dann gibt es dort einen kleinen Abschluss. Zustieg unterwegs ist immer möglich. Zum genauen Fahrplan geht es hier.

Die Teile der Baustelle für ein atomares Endlager in Bure stehen für den Widerstand gegen die Produktion von Atommüll und die tief-geologische Einlagerung von Atommüll. Die Bauarbeiten für das französische Atommülllager in Bure, ca. 120 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, begannen im Sommer 2016 und scheiterten ein erstes Mal am Widerstand von Atomkraftgegner*innen.  Am 18. Februar – zeitgleich zur Aktionsfahrt – findet dort eine große Demonstration statt, weil mit einer baldigen Wiederaufnahme der Bauarbeiten gerechnet wird. Die Aktionsfahrt gegen Urantransporte steht als solidarische Aktion in diesem Zusammenhang: Atommüll verhindern, bevor er entsteht. Darum müssen die Versorgungstransporte der Atomindustrie ein Ende finden.

In Trier gibt es Übernachtungsplätze. Meldet euch bei Bedarf!

Infos zum Verlauf und eventuellen Fahrplanänderungen gibt es dann live auf dem Transportticker: https://twitter.com/urantransport

Für Hintergrundinformationen schaut euch hier auf der Seite um. Einzelheiten zur geplanten Aktionsfahrt findet ihr bald hier auf dieser Seite.

Wir freuen uns, wenn ihr mitmacht! Bei Interesse und Fragen meldet euch bei kontakt(ät)urantransport(punkt)de, damit wir besser planen können.

Weiterführende Informationen zu den Aktionstagen (Stand 21.02.2017):
- Bericht der Aktionsfahrt
- Fotoimpressionen vom ersten Aktionstag
- Fotoimpressionen vom zweiten Aktionstag
veröffentlicht am 30.10.2016



Mit einer überregionalen Demonstration am Atomstandort Lingen - an der auch wir als BI Kiel gegen Atomanlagen teilnahmen - haben rund 700 Menschen am Samstag, 29. Oktober, ein deutliches Zeichen für die Notwendigkeit eines umfassenden und sofortigen Atomausstiegs gesetzt. Die Demonstration stand unter dem Motto: „Atomkraftwerken den Saft abdrehen! Brennstoffversorgung aus Lingen und Gronau stoppen!“
Von der Bundesregierung sowie den Landesregierungen in Niedersachsen und NRW forderten die beteiligten Initiativen und Verbände u. a. die sofortige Stilllegung der niedersächsischen Atomkraftwerke Lingen und Grohnde sowie der Brennelementefabrik Lingen (Niedersachsen) und der Urananreicherungsanlage Gronau (NRW).
Bei der Demonstration in Lingen kamen neben Rednerinnen und Rednern aus den Regionen Emsland, Münsterland und Wendland auch Mitglieder von Anti-Atomkraft-Organisationen aus Belgien und Frankreich zu Wort, die vom Brennelemente-Export aus Lingen besonders stark betroffen sind. Den weitesten Weg hatte ein Kundgebungsredner aus Russland.

Uranfabriken in Gronau und Lingen sofort stilllegen!
Mit der Demonstration in Lingen hat die Anti-Atomkraft-Bewegung die internationale Bedeutung der Atomstandorte Lingen und Gronau, die beide nur ca. 40 Kilometer voneinander entfernt sind, in den öffentlichen Fokus gerückt. Verknüpft werden beide Standorte durch gefährliche Atomtransporte. Die Urananreicherungsanlage in Gronau gehört zum Urenco-Konzern und produziert angereichertes Uran, das international in Brennelementefabriken und Atomkraftwerken zum Einsatz kommt. In der Lingener Brennelementefabrik des französischen Atomkonzerns Areva werden Brennelemente für belgische und französische Schrottreaktoren hergestellt.
Im Aufruf zur Teilnahme an der Demonstration hieß es: „Während die verbleibenden 8 deutschen Atomkraftwerkebis Ende 2022 abgeschaltet werden sollen, bleibt die nukleare Infrastruktur unangetastet. Sowohl die Brennelementefabrik in Lingen (Niedersachsen) als auch die Urananreicherungsanlage in Gronau (NRW) verfügen weiterhin über eine unbefristete Betriebsgenehmigung. Beide Uranfabriken versorgen Atommeiler in aller Welt mit Brennstoff, so auch die besonders maroden Meiler Tihange, Doel, Fessenheim und Cattenom.“
Die Anti-Atomkraft-Bewegung drängt darauf, die Ausfuhr nuklearer Brennstoffe von Gronau und Lingen an die maroden AKW in Belgien und Frankreich sofort zu unterbinden. Dieser Exportstopp ist – laut einem Gutachten der IPPNW – rechtssicher möglich. Die Anti-Atomkraft-Bewegung fordert zudem, dass die Uranfabriken in Lingen und Gronau in den Atomausstieg einbezogen und sofort stillgelegt werden. Die Forderung nach Stilllegung der beiden Anlagen wird seit diesem Jahr auch von den Umweltministerinnen und Umweltministern aller Bundesländer erhoben.

Reaktorkatastrophe in Lingen, Doel oder Fessenheim hätte verheerende Konsequenzen
Der„Trägerkreis Lingen-Demonstration 29.10.2016“, der die Demonstration organisiert hat, ist darüber erfreut, dass am Samstag besorgte Menschen aus Lingen und Umgebung gemeinsam mit Menschen aus anderen Regionen auf die Straße gegangen sind. Die Gefahren, die von den Atomanlagen in Lingen und anderswo ausgehen, sind nicht auf einen Ort beschränkt. Eine Reaktorkatastrophe in Lingen, Doel oder Fessenheim hätte in weiten Teilen Europas verheerende Konsequenzen. Dies verdeutlicht auch das in den letzten Tagen veröffentlichte Gutachten zu den möglichen Folgen eines Super-GAUs im belgischen AKW Tihange. Radioaktivität kennt keine Grenzen - und der internationale Widerstand gegen die Atomindustrie und das Engagement für erneuerbare Energien und nachhaltige Arbeitsplätze auch nicht.

Umfassende Informationen zur Anti-Atomkraft-Demonstration in Lingen finden sich unter www.lingen-demo.de.

Quelle: Auszug - Pressemitteilung: Trägerkreis Lingen-Demonstration 29.10.2016
veröffentlicht am 14.02.2016

Vor 5 Jahren, am 11. März 2011, gerieten nach einem Erdbeben und Tsunami 3 Reaktoren der Atomanlage in Fukushima außer Kontrolle. Obwohl die besondere Gefährdung dieser Region bekannt war, wurde auch dieses AKW aus Profitgier gebaut und betrieben. Tausende Menschen mussten nach dem Super-GAU ihre Heimat verlassen. In der Region steigt die Zahl der Menschen mit Schilddrüsenkrebs unaufhörlich. Seit dem Unfall fließen täglich 200 t hochverstrahltes Wasser aus der Reaktoranlage in den Pazifik. Diese Verstrahlung hat bereits den amerikanischen Kontinent in Höhe von Kalifornien erreicht. Nach dem japanischen Super-GAU wurden in Deutschland nur 8 von 17 Reaktoren abgeschaltet. Die restlichen Atomkraftwerke dürfen zum Teil noch bis zum Jahr 2022 weiterlaufen. Sie erzeugen damit täglich große Mengen hochradioaktiven Atommülls, bei dem bis heute weltweit niemand weiß, wo er sicher gelagert werden kann. Außerdem besteht bei jedem dieser Reaktoren jeden Tag die Gefahr eines Super-GAUs – auch in Deutschland.

Der sogenannte Atomausstieg gilt nicht für die Urananreicherungsanl­age in Gronau und die Brennelementefabrik in Lingen. Sie besitzen beide eine unbefristete Betriebserlaubnis. Somit dürfen sie auch nach 2022 weiter Brennelemente für Atomkraftwerke herstellen bzw. Uran 235 anreichern. Von Lingen aus werden ca. 10% der weltweiten Atomkraftwerke beliefert. Deutsche Firmen und Banken sind weltweit maßgeblich beim Bau von Atomanlagen beteiligt.
Global ist die Atomkraftnutzung der Einstieg in den Atombombenbau.

Atomanlagen stellen bereits in Friedenszeiten eine verantwortungslose Bedrohung für alles Leben auf der Erde dar. Unter Bedingungen, die zunehmend von militärischen Konflikten, Anschlägen und regionalen Kriegen bis zur permanenten Eskalationsgefahr zu einem Weltkrieg gekennzeichnet sind, verschärft sich diese Gefahr.

Nur eine weltweit konsequente Anti-Atom- sowie entschlossene Friedenspolitik können diese bedrohliche Entwicklung mit atomarer Aufrüstung und der konkreten Planung von Atomwaffeneinsätzen stoppen.
Fracking, bei dem giftige Substanzen in den Boden geleitet werden, und Kohleverbrennung mit hohem CO²-Ausstoß sind keine Alternativen zur Atomkraft.

Einzige Lösung ist daher die Umstellung auf dezentrale, vergesellschaftete erneuerbare Energien und eine Senkung des Energieverbrauchs.

Deshalb fordern wir:
Sofortiger Stopp aller Atomkraftwerke und Atomanlagen!

Asmus-Bremer-Platz
Holstenstraße 53
24103 Kiel
Beginn: 12 Uhr, 12. März 2016

Unterstützende Gruppen: BUND SH, Bundesverband WindEnergie, Fukushima Mahnwache Schönberg, Friedenswerkstatt, DFG-VK Kiel, BI Kiel gegen Atomanlagen, IPPNW, ATTAC, Netzwerk Energiewende Lübeck gegen Atomkraft, für Klimaschutz, MontagsdemonstrantIn­nen Lübeck, .ausgestrahlt e.V., MAUS (Meßstelle für Arbeits- und Umweltschutz e.V.), SAND (Systemoppositionelle Atomkraft Nein Danke-Gruppe), COMM e.V.

Kontakt: BI gegen Atomanlagen c/o Friedenswerkstatt, Exerzierplatz 19, 24103 Kiel
http://bi-kiel.blogspot.de , Facebook: Montagsdemo Kiel, kielatom@posteo.de

Für Mitfahrgelegenheiten und Aktionen an anderen Orten hier klicken!


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veröffentlicht am 04.05.2015 


Kieler Blockade vor dem Haupttor des Atomwaffenstandortes Büchel
Bildquelle: Büchel65

Am 26. März 2010 forderte der Deutsche Bundestag mit großer Mehrheit die Bundesregierung auf, sich in der NATO und direkt bei den USA für den Abzug der letzten noch auf deutschem Boden verbliebenen Atomwaffen einzusetzen. Diese vermutlich noch 20 US-Atombomben sind im Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel gelagert und sollen im Ernstfall von deutschen Tornados im Rahmen der sogenannten "nuklearen Teilhabe" zu ihren Zielen geflogen werden.
Atomwaffen sind in Deutschland also nach wie vor Realität!

Stillschweigend haben die Regierungen aus CDU und FDP bzw. der heutigen von Union und SPD den Verbleib sowie den Austausch durch flexiblere (präzisere Einstellbarkeit der Sprengkraft) und zielgenauere Atomwaffen gebilligt - der sogenannten Modernisierung.
Mit diesem Schritt sollen sie bis 2050 einsatzbereit bleiben. Es wären die ersten in Europa stationierten atomaren Präzisionsbomben. Diese neuen Waffen würden dadurch die Abrüstungsverhandlungen zwischen den NATO-Staaten und Russland gefährden. Dieses unglaubwürdige Handeln könnte schließlich dazu führen, dass auch Russland sein nukleares Arsenal aufrüsten würde.
Eine weitere atomare Hochrüstung darf in keinem Fall erfolgen. Es wäre ein erneuter Schritt weg von echten Frieden!

Mit ihrer Zustimmung zu dieser "Modernisierung" unterstützt die aktuelle Bundesregierung eine neue Spirale der Aufrüstung statt sich für die endgültige Ächtung dieser Massenvernichtungswaffen einzusetzen. Zugleich ignoriert sie damit den Willen der Bevölkerung, die sich mehrheitlich entschieden gegen Atomwaffen auf deutschem Boden und weltweit ausspricht.
Darüber hinaus kostet alleine dieses Modernisierungsvorhaben Milliarden Euros - vom Unterhalt des Fliegerhorstes mal ganz abgesehen. Spätestens seit den atomaren Katastrophen von Hiroshima und Nagasaki wissen wir, dass Atombomben unbeschreibliches Leid und schwerwiegende Langzeitfolgen verursachen. Die beiden Atombomben töteten und verstümmelten Hunderttausende Menschen. Bis heute wächst das Risiko für solide Tumore während der gesamten Lebensspanne kontinuierlich - selbst heute noch, fast 7 Jahrzehnte nach den Bombenabwürfen. Ein Ende ist nicht absehbar!

Aber selbst die Produktion (z.B. der Uranabbau) und die Unterhaltung von Atomwaffen schaden Menschen und Umwelt und verschlingen große Geldsummen. Geld, welches an anderen Stellen wesentlich dringender gebraucht würde.
Die Organisation "Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs" (IPPNW) schätzt, dass ein regionaler Atomkrieg, in dem nur 100 Atomwaffen eingesetzt würden, katastrophale Auswirkungen auf das globale Klima hätte und Milliarden von Menschen von Hungernöten bedroht wären. Würde es also zu einem atomaren Angriff auf Russland - das Risiko steigt zunehmend an - kommen, wäre das eine erneute Katastrophe - Deutschland und viele andere Länder wären unmittelbar von der gefährlichen Strahlung betroffen! Die Gefahr von atomarer Strahlung macht vor Landesgrenzen keinen Halt.

Beispielsweise biologische und chemische Waffen sowie Streumunition sind seit Jahren international geächtet und entsprechende Verbotsverträge unterzeichnet. Für Atomwaffen gilt das bis heute nicht. Selbst der Atomwaffensperrvertrag, den auch Deutschland und die USA unterzeichnet haben, hindert diese Länder selbstverständlich nicht an der Stationierung der besagten Atombomben auf deutschem Boden.
Atomwaffen und eine damit verbundene Aufrüstung heizen die Atom- und Rüstungsspirale ganz bewusst an. Für soziale Themen hierzulande sowie eine echte, funktionierende Flüchtlings- und Entwicklungshilfe fehlt angeblich das Geld (und der politische Wille sowieso).

Die Fakten liegen klar auf dem Tisch und waren für uns, die BI Kiel gegen Atomanlagen, Grund genug, sich an der Aktion "Büchel 65" zu beteiligen. Dabei sollen an möglichst vielen von 65 Tagen verschiedene Gruppen jeweils für einen Tag mindestens ein Tor des Fliegerhorstes Büchel blockieren. Am 02. Mai fand die Blockade unter Beteiligung von 10 AktivistInnen statt.
Gewaltfrei im Sinne des zivilen Ungehorsams wurde das Haupttor versucht zu blockieren. Verschiedene Redebeiträge und Lieder wurden während der insgesamt ca. fünf Stunden langen Blockade vorgetragen. Dabei wurde u.a. auf die Gefahren von Atomwaffen, die weiterhin schreckliche Lage in Fukushima sowie den mangelhaften Katastrophenschutz bei atomaren Unfällen aufmerksam gemacht. Auch die dort eingesetzten OrdnungshüterInnen und Soldaten folgten dem Inhalt zum Teil aufmerksam und interessiert.
Zwar konnte das Haupttor nicht vollständig und langfristig blockiert werden, so war es dennoch ein wichtiges Zeichen gegen Atomwaffen, die "zivile" Nutzung der Atomenergie und alle damit verbundenen Atomtransporte.
Im Anschluss gab es eine Abendveranstaltung zum Ukraine-Konflikt, bei der erneut deutlich wurde, dass die atomare Bedrohung gegen Russland immer präsenter wird.

Es sollte der Anspruch aller Menschen sein, sich aktiv für eine friedliche, lebenswerte und solidarische Gesellschaft einzusetzen. "Büchel 65" wird seinen Abschluss am 29. Mai mit einer Massenblockade, zu der bereits offiziell aufgerufen wird, finden.
Wir sind froh, uns an dieser Blockade beteiligt zu haben und hoffen auch weiterhin auf einen starken Widerstand!


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Bildquelle: Büchel65 (Bild 1-2)
veröffentlicht am 30.04.2015


Protest vor dem Atomkraftwerk Brokdorf anlässlich des 29. Jahrestages von Tschernobyl

Über vier Jahre liegt die atomare Katastrophe von Fukushima nun zurück. Unmittelbar nach diesem Ereignis beschloss die damalige schwarz-gelbe Bundesregierung den sogenannten Atomausstieg und plötzlich wurde Angela Merkel als "Ausstiegskanzlerin" gefeiert. Man bedenke dabei, dass unter ihrer Führung nur wenige Monate zuvor eine Laufzeitverlängerung durchgesetzt wurde.

Dennoch verdient dieser Atomausstieg seine Bezeichnung nicht - er greift viel zu kurz!
Erst 2022 soll das letzte deutsche Atomkraftwerk vom Netz gehen. Bis dahin wird weiterhin täglich strahlender Müll produziert, für den es bis heute kein sicheres Endlager gibt. Zudem sind sämtliche Atomtransporte sowie der Betrieb der Brennelementefabrik in Lingen und der Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau nicht von diesem Gesetz betroffen. Jederzeit könnte eine Regierung diesen Beschluss umkehren, da eine Verankerung im Grundgesetz bis heute ausgeblieben ist.

Aus diesem Grund organisierten mehrere Gruppen der Anti-AKW- und Umweltbewegung am 26.04.2015 anlässlich des 29. Jahrestages der Tschernobyl-Katastrophe eine Protest- und Kulturmeile am Atomkraftwerk Brokdorf. Denn auch dieses soll erst frühestens 2021 vom Netz gehen und stellt damit weiterhin eine Atommüll verursachende tickende Zeitbombe dar. Niemand kann ausschließen, dass sich ähnlich schlimme Ereignisse wie in der Ukraine oder Japan auch hierzulande zutragen.

Verschiedene Infostände waren direkt an der Atomanlage aufgebaut, von der Bühne erklangen teils kämpferische Reden und unterschiedliche Musikbeiträge. Unter anderem forderte man den selbsternannten "Energiewendeminister" Robert Habeck (Grüne) zur sofortigen Abschaltung Brokdorfs auf.
Mehrere Hundert Menschen beteiligten sich trotz eher nasskaltem Wetter an dieser Meile. Wir, die BI Kiel gegen Atomanlagen, organisierten einen Bus aus Kiel.

Angesichts der nach wie vor ungelösten Endlagerproblematik, der generellen Gefahr einer Atomkatastrophe in Deutschland oder anderswo und dem damit verbundenen mangelhaften Katastrophenschutz nach eben solchen atomaren Unfällen wäre eine deutlich größere Beteiligung an diesem Sonntag wünschenswert gewesen.
Im kommenden Jahr jähren sich Fukushima und Tschernobyl zum fünften bzw. 30. Mal. Es bleibt zu hoffen, dass sich anlässlich dieser Jahrestage ein weitaus größerer Protest formiert.

Fukushima und Tschernobyl sind schließlich überall!
veröffentlicht am 14.04.2015

Dem atomaren Zwischenlager Brunsbüttel ist die Betriebserlaubnis entzogen worden, weil die Genehmigungsbehörde nicht nachweisen kann, dass das Lager ausreichend vor terrroristichen Angriffen (und dem Absturz eines Grossflugzeuges, wie dem A380) geschützt ist. Das gilt faktisch für alle Zwischenlager in Deutschland – auch für die baugleiche Halle in Brokdorf.

Trotz fehlenden Entsorgungsnachweises produzieren die AKW weiter hochradioaktiven Müll, als gäbe es das Gerichtsurteil nicht. Und die Politik zieht nicht die Reißleine, sie lässt die Atomlobby weiter gewähren.

Das lassen wir uns nicht gefallen! Kein AKW der Welt ist sicher!

Weltweit gibt es kein einziges funktionierendes „Endlager“!

Der Betrieb des AKW Brokdorf ist überflüssig, weil in Deutschland mehr Strom produziert als verbraucht wird. Wir fordern das sofortige Ende der Atomenergie! Die Energiewende darf nicht ausgebremst werden.

Tschernobyl mahnt – AKW Brokdorf abschalten – nicht erst 2021, sondern JETZT.
 
Weitere Informationen sind hier zu finden!

Flugblätter zum Verteilen sowie Plakete können bei .ausgestrahlt bestellt werden. Oder gleich selber ausdrucken: Flyer // Plakat

Aus Anlass des 29. Jahrestages der Tschernobyl-Katastrophe rufen wir für Sonntag, den 26.April 2015 ab vier vor zwölf zu einer Protest- und Kulturmeile rund um das AKW Brokdorf auf.

Abfahrt unseres Busses am Wilhelmplatz (Kiel) um 10:00 Uhr, Wiederankunft: Die genaue Zeit wird im Bus bekannt gegeben
Busfahrkarten für 10 Euro im Buchladen Zapata, Wilhelmplatz 6 oder - falls dann noch vorhanden - direkt am Abfahrtsort
veröffentlicht am 14.04.2015



Lohndumping bei kommunalen Unternehmen in Flensburg, Genmais auf den Feldern bei Rendsburg, Filets aus geklonten Fischen in Kieler Restaurants & Märkten, Milliarden-Straf­zahlungen für die Abschaltung des AKW Krümmel, himmelhoch steigende Mieten in Schleswig, geschlossenes Krankenhaus in Itzehoe und bankrotte Theater in Lübeck.

Das sind nur ein paar der Zukunftsszenarien, die nach Befürchtungen von über 350 Organisationen auch auf Schleswig-­Holstein zukommen könnten – wenn die geplanten „Freihandels- und Investitionsschutzabkommen“ verabschiedet werden.

Egal ob sie ACTA, TTIP oder CETA genannt werden: Unter dem Deckmantel des freien Handels sollen Verbraucherschutz- und Umweltstandards sowie Arbeitnehmer_innenrechte und demokratische Prinzipien über Bord geworfen werden. Gelockt werden die Bürger*innen weltweit mit angeblich steigendem Wirtschaftswachstum, mehr Arbeitsplätzen und sinkenden Preisen.

Erfahrungen aus vorangegangen Abkommen und durchge­sickertes aus den aktuellen Geheimverhandlungen zeigen: Konzerne profitieren, Mensch und Umwelt verlieren. Die Verhandlungen finden aus „gutem“ Grund hinter verschlossenen Türen statt – Demokratie und Transparenz sehen anders aus!

Am 18. April gehen weltweit hunderttausende Bürger*innen unter dem Motto „Mensch und Umwelt vor Profit!“ auf die Straße. Auch in Kiel wollen wir mit Flashmobs, Straßentheater und einer Demonstration ein Zeichen setzen.

Wir, die BI Kiel gegen Atomanlagen, unterstützen diesen Aktionstag und sind Teil vom Kieler Bündnis gegen TTIP, CETA & TiSA.

Weitere Informationen zum Ablauf inkl. genauer Uhrzeiten sind hier zu finden!
veröffentlicht am 06.10.2014 



Am 11.10 wendet sich ein breites Aktionsbündnis in Kiel mit Infoständen und Aktionen im Rahmen eines europaweiten Aktionstages gegen die geplanten Freihandelsabkommen zwischen der EU, Kanada und den USA.
Seit Jahren werden in undurchsichtigen Geheimverhandlungen die Abkommen TTIP,CETA und TISA zwischen der EU- Kommission und vorrangig Wirtschafts- Lobbyisten diesseits und jenseits des Atlantiks ausgehandelt. Ziel ist eine gigantische Freihandelszone zwischen der EU und den USA bzw. Kanada.
Diese Abkommen sind nicht nur für die Öffentlichkeit undurchsichtig sondern sie würden, wenn sie in Kraft träten, den Verbraucherschutz sowie soziale und ökologische Standards weiter absenken. Darüber hinaus sind jenseits der ordentlichen Gerichtsbarkeit Schiedsgerichte vorgesehen, vor denen Konzerne Staaten verklagen können. Dabei könnten sie sich auf einen vereinbarten Investorenschutz berufen. Sollten künftige Gesetze gegen diesen Investorenschutz verstoßen, sind Staaten zu Schadensersatz verpflichtet. Das TTIP-Abkommen würde die nationalen Regierungen bis hinunter auf Gemeindeebene zwingen, ihre aktuelle und künftige Politik dem Investitionsschutz zu unterwerfen. Dadurch würden demokratische Gestaltungsmöglichkeiten im Bereich des Verbraucherschutzes, der Umwelt und der Arbeitnehmerrechte stark eingeschränkt und/oder gar gänzlich ausgehebelt. Praktisch bedeutet das Abschaffung der Demokratie.

Das ist nicht hinnehmbar. Daher sind die zentralen Forderungen des Bündnisses:
  • TTIP, CETA und TISA- Verhandlungen sofort beenden und alle Dokumente veröffentlichen.
  • Zukünftige Abkommen dürfen nur noch öffentlich verhandelt werden.
  • Keine Sonderklagerechte für private Unternehmen.
  • Investitions- und Handelspolitik müssen an den Interessen der Bürger und an dem Schutz der Umwelt ausgerichtet werden.
  • Demokratie und Bürgerbeteiligung sind aus - und nicht abzubauen.
Am 11.10 befinden sich Infotische des Aktionsbündnisses an folgenden Plätzen:
Dreiecksplatz, Vineta Platz, Asmus Bremer Platz, Bahnhofsvorplatz, Europa-Platz und am Exerzierplatz 
Um 14.00 findet eine zentrale Kundgebung auf dem Asmus Bremer Platz statt.

Am Aktionsbündnis beteiligte Organisationen:
Attac/Kiel, ver.di /Kiel Plön, ver.di Senioren, IG Metall/ Kiel, Neumünster, Piratenpartei SH, BI Kiel gegen Atomanlagen, BUND- Landesverband SH, Greenpeace, Friedenswerkstatt Kiel, DFG-VK, BI gegen CCS und Fracking, Arbeiterfotografie, Mehr Demokratie e.V., Anti-Fracking SH

Gemeinsam möchten wir am Samstag, den 11. Oktober 2014, auf die Gefahren der Freihandelsabkommen aufmerksam machen.
Unsere BI richtet an diesem Tag ab 11:00 Uhr jeweils einen Infostand auf dem Asmus Bremer Platz und an der Hörnbrücke aus.
Jede/r ist hierbei herzlich zur Teilnahme an diesem Aktionstag eingeladen!

Weitere Informationen zu den Freihandelsabkommen sind hier zu finden.

10. Mai 2014: Energiewende-Demo in Berlin

Eingestellt von Thorge Ott On 19:29 0 Kommentare
veröffentlicht am 02.04.2014

Sonne und Wind statt Fracking, Kohle und Atom! 
Die Energiewende ist in Gefahr! Die Regierung will den Zubau der Erneuerbaren Energien mit einem Ausbaudeckel und massiven Förderkürzungen ausbremsen. Dies ist Klientelpolitik für klimaschädliche Kohlekraftwerke und die angeschlagenen Energiekonzerne. Zudem droht damit eine neue Debatte um längere AKW-Laufzeiten.
Doch noch hat all dies nicht Gesetzeskraft. Wir haben noch Chancen die Energiewende zu retten: Sowohl SPD als auch CDU/CSU sind jeweils gespalten in Freunde der Energiewende und Interessenvertreter der Konzerne. Und an der Reform des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) sind die Länder beteiligt. Etliche stehen der schwarz-roten Energiepolitik kritisch gegenüber – jetzt müssen sie sich wehren.

Sonne und Wind statt Fracking, Kohle und Atom!Am 10. Mai demonstrieren wir daher mit zehntausenden Menschen in Berlin. 
Gemeinsam fordern wir, dass die Energiewende nicht ausgebremst wird, der Atomausstieg beschleunigt und der Kohle-Ausstieg eingeleitet wird, Kohle-Tagebaue stillgelegt werden und Gas nicht mittels Fracking gefördert wird. Wir wollen die Energieversorgung dezentralisieren, demokratisieren und in die Hand der Bürger/innen legen!

Wir protestieren zu Lande und zu Wasser. Auf dem Wasser sind viele mit allem was schwimmt unterwegs. Auf dem Land ziehen wir mit einem großen Demozug durch das Berliner Regierungsviertel und bilden links und rechts der Spree eine bunte Aktionskette. Land- und Wasserdemo treffen zu einem großen Happening zusammen – damit die Energiewende nicht kentert.

Weitere Informationen sind hier zu finden!

Gemeinsam möchten wir am Samstag, den 10. Mai 2014, nach Berlin zur Energiewende-Demo fahren.

Abfahrt der Busse am Wilhelmplatz (Kiel) um 7:00 Uhr
Busfahrkarten für 20 Euro im Buchladen Zapata, Wilhelmplatz 6
veröffentlicht am 02.04.2014 



Die Bundesregierung will das AKW Brokdorf noch bis 2021 weiter betreiben. Das sind noch mehr als sieben Jahre, in denen
  • die Bevölkerung täglich dem Risiko einer Reaktorkatastrophe ausgesetzt wird.
  • ständig radioaktiver Müll produziert wird, für dessen dauerhafte sichere Lagerung es bis heute weltweit keine Lösung gibt.
  • tagtäglich Menschen und Umwelt mit einer erhöhten radioaktiven Belastung leben müssen.
  • der Transport von Brennstäben zur Bestückung des Reaktors die Sicherheit der Menschen an der Strecke und in Brokdorf gefährdet.
2013 wurden im AKW Brokdorf erneut plutoniumhaltige MOX-Brennstäbe eingesetzt. Dies erhöht das Risiko einer Katastrophe. Der Betrieb des AKW ist nicht erforderlich, weil in Deutschland inzwischen viel mehr Strom produziert als verbraucht wird. Statt die Energiewende auszubremsen fordern wir: Atomkraftwerke abschalten und die Erneuerbaren Energien fördern.
Brokdorf abschalten – der Wahnsinn muss ein Ende haben – nicht erst 2021, sondern JETZT.

Weitere Informationen sind hier zu finden!

Aus Anlass des 28. Jahrestages der Tschernobyl-Katastrophe rufen wir für Samstag, den 26.April 2014 ab fünf vor zwölf zu einer Protest- und Kulturmeile rund um das AKW Brokdorf auf.

Abfahrt der Busse am Großparkplatz (Schönberg) um 8:30 Uhr
Abfahrt der Busse am Wilhelmplatz (Kiel) um 9:30 Uhr, Wiederankunft ca. 17:00 Uhr (in Kiel, dann weiter nach Schönberg)
Busfahrkarten für 10 Euro im Buchladen Zapata, Wilhelmplatz 6
veröffentlicht am 11.03.2014 



Drei Jahre liegt die Katastrophe von Fukushima nun zurück - und die Lage hat sich absolut nicht gebessert. Die Region um Fukushima ist aufgrund der hohen Strahlungsbelastung nach wie vor unbewohnbar, täglich gelangen unkontrolliert 300 Tonnen verstrahltes Wasser in den Pazifik und die Risiken einer Bergung der teils geschmolzenen Brennstäbe sind erheblich.

Dieses Unglück sollte - wie alle anderen Atomkatastrophen in der Vergangenheit auch - ein Mahnmal dafür sein, dass Atomkraft eben keine sichere Form der Energieerzeugung ist. Täglich könnte eine derartige Katastrophe auch in einer deutschen Atomanlage eintreten. Selbst die besten TechnikerInnen könnten die Gefahren niemals komplett ausschließen. Die Frage der Atommülllagerung ist weiterhin ungelöst, weil es einfach kein geeignetes Endlager gibt bzw. überhaupt nicht geben kann. Die geplante Endlagerkommission suggeriert allerdings, dass eine solche Lagerstätte tatsächlich gefunden werden kann. Doch wie soll nach einem geeigneten Standort gesucht werden, wenn täglich weiterer Atommüll produziert wird, der noch etliche nachfolgende Generationen vor eine unlösbare Aufgabe stellen wird?

Und wer nun glaubt, dass Deutschland den Atomausstieg längst beschlossen hat, irrt gewaltig: Die Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau und die Brennelementefabrik in Lingen sind von diesem Beschluss nicht betroffen. Auch die etwa wöchentlich durch den Nord-Ostsee-Kanal fahrenden Atomtransporte dürfen weiter erfolgen. Spätestens 2022 soll Deutschland die restlichen AKW stilllegen, was jedoch jederzeit rückgängig gemacht werden kann, da eben dieser Beschluss nicht im Grundgesetz verankert wurde.

Bundesweit sind etwa 11.000 Menschen bei mehr als 240 Mahnwachen am Montag, dem 10.03.2014, und teils am darauffolgenden Dienstag auf die Straße gegangen, um abermals auf Fukushima und die damit verbundenen Risiken aufmerksam zu machen. In Kiel hatten sich etwa 30 Leute am Bahnhof zusammengefunden, wo sie mit mehreren Transparenten und Flugblättern den sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft forderten.

Fukushima ist überall! Atomausstieg bleibt Handarbeit!



[Bitte die Bilder anklicken, um eine größere Ansicht zu erhalten]
veröffentlicht am 23.02.2014 


Fukushima - 3 Jahre danach
Alle Atomanlagen abschalten!
Erneuerbare + dezentrale Energie in kommunaler Hand unter demokratischer Kontrolle!

Drei Jahre nach dem Erdbeben und Tsunami in Japan mit anschließendem GAU der drei Reaktoren in Fukushima sind diese immer noch völlig außer Kontrolle; sie verstrahlen weiterhin Menschen, Umgebung und den gesamten Nordpazifik. In Deutschland laufen nach dem so genannten Ausstiegsbeschluss der Bundesregierung noch 9 Atomkraftwerke weiter. Hier kann jeden Tag ein ähnlicher Unfall wie in Japan passieren, der ganze Regionen unbewohnbar macht. Das laufende AKW Brokdorf ist gerade mal 70 Kilometer von Kiel entfernt. Bei schweren Störfällen in Brokdorf wäre Kiel massiv von den radioaktiven Auswirkungen betroffen!

Wir von der Anti-AKW-Bewegung befürchten, dass selbst der geplante "Atomausstieg" nicht im Jahr 2022 kommen wird, weil mit der Lüge einer "Stromlücke" von den Atombetreibern jede Möglichkeit genutzt werden wird, ihre AKW länger laufen zu lassen. Bei Brokdorf ist wie bei jeder anderen Atomanlage nicht geklärt, wohin die radioaktiven Abfälle gebracht werden sollen. Ein sicheres Endlager für diese Abfälle wird es nicht geben. Trotzdem wird weiterhin jeden Tag neuer radioaktiver Atommüll produziert!

Wir lehnen die unbegrenzte CO2-Produktion mit Braun- und Steinkohlekraftwerken ab. Außerdem können diese nicht flexibel auf den schwankenden Strombedarf reagieren. Braunkohle-Tagebaue müssen stillgelegt werden und auch die Fracking-Methode ist keine Lösung der Energieversorgungsprobleme. Es muss konsequent auf Energiesparen und Energieeffizienz gesetzt werden!

Wir fordern, dass der Kohleausstieg eingeleitet wird und setzen uns für ein absolutes Frackingverbot ein! Wir fordern den schnellstmöglichen Ausbau von erneuerbaren Energien aus Wind, Wasser und Sonne als dezentrale Energieversorgung in kommunaler Hand unter demokratischer Kontrolle!


Fukushima - 3 Jahre danach
Demonstration am 22. März 2014 in Kiel
12:00 Uhr - Asmus-Bremer-Platz 
Weitere Informationen zur Demo und Anreise sind hier zu finden!
veröffentlicht am 22.04.2013


"Endlich mal abschalten!" lautete das Motto der ProtestlerInnen am AKW Brokdorf.

Von der Bühne ist Musik zu hören, an den Infoständen wird angeregt diskutiert, ein Jongleur unterhält eine große um ihn versammelte Menschentraube und Robin Wood bietet Schnupperkettern an.
Die anlässlich des 27. Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl stattfindende Protest- und Kulturmeile um das Atomkraftwerk Brokdorf hat bei bestem Wetter viel zu bieten.

Rund 1500 Menschen sowie diverse Organisationen haben sich an diesem Sonntagmittag versammelt. Sie wollen ein Zeichen setzen - für die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen. Es ist dieses Mal eine ganz andere Form des Protests. Ruhiger kommt die Veranstaltung trotz alledem nicht daher, schließlich sind verschiedene Redebeiträge zu hören. Die RednerInnen empören sich lautstark über die bewusst verschleppte Energiewende, nehmen die Lügen der Atomlobby auseinander und fordern die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen.

Die vergleichsweise viel zu geringe Beteiligung unterstreicht einmal mehr, dass das Interesse an diesem Thema innerhalb der Bevölkerung stark gesunken ist und sich die Mehrheit auf dem "Ausstiegs"gesetz der schwarz-gelben Bundesregierung ausruht. Das ist fatal: erst 2022 soll das letzte Atomkraftwerk vom Netz gehen. Solange stellt jedes Atomkraftwerk eine tickende Zeitbombe dar. Jeden Tag wird neuer Atommüll produziert, ohne dass der Zeitpunkt der Errichtung eines akzeptablen Endlagers auch nur halbwegs absehbar wäre. Tschernobyl und Fukushima sollten uns eigentlich gezeigt haben, dass es auch in Deutschland täglich zur Atomkatastrophe kommen könnte.

Auch die Grünen haben dem genannten Gesetz der Bundesregierung zugestimmt, Umweltminister Habeck hat eine sofortige Abschaltung Brokdorfs klar verneint und auch sonst sind bei den Grünen keine Bestrebungen zu erkennen, 2017 - also dem einstigen Ausstiegsdatum der Partei - die Atomanlagen endgültig abschalten zu wollen. Umso schlimmer scheint es, dass ausgerechnet diese mit ihrem Stand den Anfang der Protest- und Kulturmeile gebildet hat.

Rund 2500 Menschen kamen zeitgleich in Grafenrheinfeld zusammen. Darunter viele Menschen mit Fahrrad, Transparenten und Fahnen. Auch hier gab es neben Reden, zahlreiche kulturelle Angebote für Kinder und Erwachsene. Des Weiteren haben am gleichen Tag - teils angekettet - AktivistInnen gegen den Einbau von plutoniumhaltigen Mox-Brennelementen die Hauptzufahrt zum Atomkraftwerk Grohnde blockiert.

Die BI Kiel gegen Atomanlagen beteiligte sich ebenfalls mit zwei Bussen an der Aktion um das Atomkraftwerk Brokdorf.

                 
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veröffentlicht am 17.03.2013

TSCHERNOBYL 1986 - FUKUSHIMA 2011 - BROKDORF 20XX ? - AKW Brokdorf abschalten – jetzt!

Kaum ein Atomkraftwerk ist auf so unheilvolle Weise mit der Katastrophe von Tschernobyl verknüpft wie das in Brokdorf: Während das eine 1986 explodierte, ging das andere wenige Monate später ans Netz....

Seit Betriebsbeginn hat es im Atomkraftwerk Brokdorf 218 Störfälle gegeben. Mit dem Alter der Anlage häufen sich diese Störfälle und werden gefährlicher; sie stellt eine tickende Zeitbombe dar!

Das Atomkraftwerk Brokdorf ist längst abgeschrieben, das heißt, mit jedem Monat längerer Laufzeit verdienen die Energiekonzerne Vattenfall und EON Millionen von Euro. Die Landesregierung verteidigt diese Interessen der Konzerne mit der uralten Lüge, dass mit dem Abschalten der Atomkraftwerke die Lichter ausgehen. Originalton des grünen „Energiewendeministers“ Robert Habeck: „Das AKW Brokdorf ist notwendig, um die Netzstabilität zu gewährleisten und die Stromsenken auszugleichen, wenn die Sonne nicht scheint und kein Wind weht“.

Dabei hat Deutschland 2012 den Höchststand beim Stromexport von über 20 Milliarden kWh erzielt und ist damit Vizeweltmeister. Für die Stromerzeugung in Norddeutschland sind wir auf das AKW Brokdorf nicht angewiesen, sofortiges Abschalten des AKW wird nicht zum Blackout führen. Es gibt kein sicheres Lager für den hochgiftigen radioaktiven Abfall. Dennoch wird Tag für Tag in Brokdorf und anderen Atomanlagen das unlösbare Atommüllproblem für uns, unsere Kinder und Kindeskinder vergrößert.

Wir wissen, was wäre wenn....nämlich, dass bei einem GAU im AKW Brokdorf weite Teile Norddeutschlands für Jahrtausende unbewohnbar würden. Eine Evakuierung insbesondere des Ballungsraumes um die Metropole Hamburg wäre unmöglich. Anstatt das AKW abzuschalten, steckt die Landesregierung die rot-grünen Köpfe in den Sand. Es gibt keine Sicherheit bei Reaktorkatastrophen.

Deshalb fordern wir die schleswig-holsteinische Landesregierung auf, das AKW Brokdorf sofort stillzulegen!

Aus Anlass des 27. Jahrestages der Tschernobyl-Katastrophe rufen wir für Sonntag, den 21.April 2013 ab fünf vor zwölf zu einer Protest- und Kulturmeile rund um das AKW Brokdorf auf.

Busfahrkarten für 10 Euro im Buchladen Zapata, Wilhelmplatz 6
Abfahrt der Busse am Wilhelmplatz um 10:00 Uhr, Wiederankunft ca. 17:00 Uhr
veröffentlicht am 02.03.2013


Zwei Jahre nach Fukushima - Am 09. März gemeinsam in die Menschenkette einreihen!
Bildquelle: Grüne Bundestagsfraktion, Flickr, CC BY-NC-SA 2.0

Auch zwei Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima gehen wir auf die Straße, um nochmals darauf aufmerksam zu machen, dass sich die Situation um Fukushima längst noch nicht ernsthaft verbessert hat und riesige Gebiete durch die Strahlung weiterhin unbewohnbar sind und es für sehr viele Jahrzehnte auch bleiben werden. Außerdem ist weiterhin völlig unabsehbar, in welchen Dimensionen radioaktiver Müll und verstrahltes Wasser von der japanischen Ost- an die Westküste Amerikas gelangen. Des Weiteren weisen Meeresalgen vor der kalifornischen Küsten eine um 500 % höhere Belastung mit Jod-131 auf und vor der Küste von San Diego wurden Blauflossenthunfische mit einer zehnmal erhöhten Dosis Cäsium-134 und Cäsium-137 aus Fukushima entdeckt. In den Medien wird über die vielseitigen Probleme in Japan kaum noch berichtet und bei der Mehrheit der deutschen Bevölkerung hat sich vermutlich auch der Gedanke durchgesetzt, dass dort längst wieder ein unbedenklicher Normalzustand eingetreten ist. Das Gegenteil ist allerdings der Fall!
Aber auch in Deutschland selbst sind wir keinen ernsthaften Schritt vorangekommen: Der vermeintliche Atomausstieg der schwarz-gelben Bundesregierung ist lediglich eine Nebelkerze, die der Bevölkerung suggeriert, dass der Atomausstieg nun längst beschlossen ist und sich damit ein Widerstand gegen Atomanlagen erübrigen würde. Dabei soll das letzte deutsche Atomkraftwerk erst 2022 vom Netz gehen, sodass wir noch viele Jahre einer täglich drohenden Gefahr ausgesetzt sind, die wir bereits in Tschernobyl und Fukushima miterleben mussten. Des Weiteren wird weiterhin Atommüll produziert, für den es niemals ein sicheres Endlager geben wird.
Selbst wenn also die Atomkraftwerke bereits einen Ausstiegstermin haben, der nicht im Grundgesetz verankert und somit umkehrbar ist, sind von diesem Atomausstiegsgesetz die Brennelementefertigungsanlage in Lingen sowie die Urananreicherungsanlage Gronau nicht betroffen und bleiben damit bis auf unbestimmte Zeit in Betrieb. Zudem sind auch die regelmäßig durch Deutschland führenden Atomtransporte unbefristet erlaubt.

Aus diesem Grund müssen wir am 09. März gemeinsam auf die Straße gehen und ein wichtiges Zeichen setzen. Sechs Monate vor der Bundestagswahl können wir durch eine riesige Aktions- und Menschenkette ersten Druck für spätere Koaltionsverhandlungen aufbauen. Dabei soll ein Gebiet im Abstand von etwa 40 km um das AKW Grohnde umschlossen werden. Die Menschenkette geht durch Dörfer und Städte, auf dem Land gibt es zahlreiche Aktionen entlang der Strecke. Insgesamt hat der Kreis (mit Lücken) einen Umfang von 350 Kilometern: eine solche Aktion hat es noch nie gegeben!
Das kann nur klappen, wenn sich genügend Menschen auf den Weg machen und sich in die Menschenkette einreihen, damit wir gemeinsam auf die Gefahren der Atomkraft aufmerksam machen und für eine Gesellschaft ohne Atomanlagen streiten können.

Aus diesem Anlass wird es zahlreiche Mitfahrgelegenheiten aus dem ganzen Bundesgebiet geben (genauere Informationen zu Kiel: siehe Kasten). Wem die Anreise zu weit ist, der kann sich auch an den Aktionen um das AKW Gundremmingen oder die Urananreicherungsanlage in Gronau beteiligen. Weitere Informationen und eine Übersicht der Mitfahrgelegenheiten sind hier zu finden.

Nähere Informationen zur Anreise ab Kiel: Zwei Jahre ist es jetzt schon her, dass die große Katastrophe über Nord-Japan hereinbrach. Das soll für uns der Anlass sein, auf das weiterhin bestehende große Risiko hinzuweisen, dass so etwas auch bei uns jederzeit passieren kann, dieses Mal am Beispiel des AKW Grohnde bei Hameln. Wir wollen uns an der Menschenkette beteiligen, die im Abstand von etwa 40 km um das AKW an ausgewählten Orten gebildet werden soll. Wir wollen uns zu diesem Zweck den Gruppierungen anschließen, die in Hannover aktiv sein werden. Wegen der doch etwas weiteren Anreise wollen wir dieses Mal mit der Bahn mit Wochenendticket hinfahren und zwar ab Kiel Hbf um 7:21 Uhr, Hannover an 11:14 Uhr; zweimal umsteigen. Zurück voraussichtlich Hannover ab 16:40, Kiel an 20:37 Uhr, zweimal umsteigen.

Wir treffen uns um 7.00 Uhr im Kieler Hbf, damit wir 5-er Gruppen bilden und alle gemeinsam nach Hannover fahren können. Die Ticketkosten liegen für die Hin- und Rückfahrt bei maximal 14,-€ pro Person, wenn wir alle 5er-Gruppen voll kriegen, sind es nur 8,40 €! Also macht ordentlich Werbung! Je mehr wir sind, um so mehr Spaß haben wir auch an der Zugfahrt. Über das Rahmenprogramm, an dem wir aktiv teilnehmen wollen, informieren wir demnächst, es wird noch ausgearbeitet.
Quelle: Fukushima Mahnwache Schönberg

 
Außerdem wird es am 11. März bundesweit Mahnwachen anlässlich des zweiten Fukushima-Jahrestages geben. Auch in Kiel wird es eine mobile Aktion geben, mit der wir auf die Gefahren der Atomkraft aufmerksam machen möchten. Die BI Kiel gegen Atomanlagen ruft dazu auf, sich kreativ zu beteiligen. Treffpunkt: Vor der Santander Bank in der Holstenstraße zwischen 18-18:15 Uhr. Von dort aus werden wir dann unsere Aktion starten. Jede/r darf gerne vorbeikommen - wir freuen uns immer über Zuwachs bei den Mahnwachen und hoffen auf kreative Unterstützung!

Jahresrückblick 2012

Eingestellt von Thorge Ott On 13:34 0 Kommentare
veröffentlicht am 21.12.2012

Das Jahr 2012 neigt sich langsam dem Ende zu und auch in diesem Jahr haben wir uns wieder entschieden für eine Gesellschaft ohne Atomanlagen eingesetzt. Auch in 2013 freuen wir uns stets über tatkräftige Unterstützung bei den Montagsmahnwachen und mobilen Aktionen. Jede/r kann bei uns mitmachen - bitte einfach die Termine beachten!
 
Die wichtigsten Ereignisse haben wir in einem kurzen Jahresrückblick zusammengefasst:


Mahnwachen 
Bereits seit Dezember 2010 finden jeden Montag von 18 bis 19 Uhr unsere Kieler Mahnwachen gegen Atomanlagen statt. Im Jahr 2012 wurden sie 50 mal durchgeführt, wobei wir im ersten Halbjahr jedes zweite Mal an einer Brücke unsere Transparente "Atomkraft Schluss!" und "Fukushima ist überall - AKWs jetzt abschalten!" aufspannten, z.B. an der Brücke am Winterbeker Weg (Plaza), Hörnklappbrücke oder Kunsthallenbrücke.

Landtag und Sozialministerium 
Im Januar und Dezember nahmen wir mit zahlreichen Aktiven an Gesprächen mit der Reaktoraufsicht im Kieler Sozialministerium teil. Vor den Koalitionsverhandlungen des Kieler Landtages führten wir im Mai mit verschiedenen Parteien Gespräche über unsere Forderungen zum Atomausstieg.

Regionalkonferenzen
Im Februar lud .ausgestrahlt zu einer Regionalkonferenz zum Thema Atomkraft in die Pumpe ein. Unsere Gruppe bereitete danach eine weitere Regionalkonferenz für den August vor, bei der in verschiedenen Arbeitsgruppen die aktuellen Probleme beim Atomausstieg besprochen wurden.


Bildquelle: © Eisenkrätzer - Kieler Nachrichten
Jahrestag der Fukushima-Katastrophe am 11. März 
Für den Tag vor dem Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Fukushima organisierten wir in Kiel eine Demonstration gegen Atomkraft. Obwohl sich daran "nur" 750 Menschen beteiligten, waren wir mit der Resonanz zufrieden. Am 11. März fuhren wir dann von Kiel aus mit 2 Bussen zur großen landesweiten Demonstration zum Atomkraftwerk Brokdorf.


Gorleben-Blockade 
Sehr gelungen war unsere Wochenendblockade des geplanten End(los)lagers in Gorleben. Im Rahmen der Aktion Gorleben 365, wonach an möglichst vielen Tagen die Zufahrtsstraßen zum geplanten End(los)lager blockiert werden sollten, hatten wir uns das Wochenende 9. / 10. Juni für unsere Kieler Blockade ausgesucht. Wir wurden am Samstag noch von vielen Anwohnern unterstützt und dann gelang es uns beim frühmorgendlichen Personalwechsel die ankommenden Autos und kurz darauf die wegfahrenden Autos mit einer schnellen Sitzblockade zu stoppen. Die Unterstützung durch eine Kampagnen-Beauftragte war bei unserer Aktion wieder hervorragend, wie wir es beim Anti-Atomkraft-Widerstand im Wendland schon kennen.


Kieler Woche 
Während der Kieler Woche fuhren wir mit einem Segelboot mit Transparent "HDW - offizieller Atomkriegsausstatter" zwischen Kiellinie und der HDW-Werft auf und ab. Wir protestierten damit gegen den U-Boote-Bau für Israel. Weitere Segelschiff-Aktionen fanden auch nach der Kieler Woche gegen die Atomtransporte durch die von der Stena-Line übernommenen Scandlines-Fähren statt.


Schönberger Fukushima-Mahnwache 
Dreimal trafen wir uns mit der Schönberger Fukushima-Mahnwahe, um das gemeinsame Vorgehen abzusprechen. So beteiligten sich unsere beiden Gruppen am E.ON-Hanse-Cup Ende September in Rendsburg auf dem Nord-Ostsee-Kanal beim Drachenboot-Rennen. Auffallend mit bunten Anti-Atomkraft-Utensilien bekleidet, paddelten wir mit anderen Gruppen um die Wette und verteilten an Land 700 Flyer gegen den Atombetreiber E.ON. Wir forderten E.OFF!

Filme 
Mehrfach zeigten wir in Kiel im Jahr 2012 Filme über Atomkraft. Bereits im März gab es eine Ur-Aufführung des Filmes "Das Ding am Deich" (er handelt vom Widerstand gegen das AKW Brokdorf). Diese Aufführung fand mit den Filmemachern und allen im Film gezeigten Zeitzeugen statt. Eine weitere Aufführung im August lief ebenfalls vor einem großen Publikum und mit einer anschließenden Diskussion in der Pumpe. Ein weiterer Film wurde Ende Oktober mehrfach in Kiel, aber auch in Eckernförde, gezeigt. Es war der Film "Friedlich in die Katastrphe" von Holger Strohm, der bereits 1981 das gleichnamige Buch über die Gefahren von Atomkraftwerken und Atomanlagen gerausgegeben hatte, das damals zu dem Standardwerk der Atomkraftgegner wurde.

Konferenzen 
Im Februar beteiligten wir uns an der Uran-Konferenz in Münster und Ende Oktober fuhren wir mit mehreren Mitgliedern der Kieler BI gegen Atomanlagen nach Berlin zur Herbstkonferenz der Anti-Atomkraftgruppen.


Katastrophenschutz-Aktionswoche
Anfang November klärten wir bei einer Aktionswoche mit mehreren Informationsständen in der Kieler Fußgängerzone die Bevölkerung über den nicht durchführbaren Katastrophenschutz für das Atomkraftwerk Brokdorf auf mit unserer Forderung, Brokdorf deshalb sofort abzuschalten.

MOX - Transporte nach Grohnde 
2012 gab es zwar keinen Atommüll-Transport ins Zwischenlager nach Gorleben, dafür aber mehrere Transporte aus der englischen "Wiederaufbereitungsanlage" in Sellafield mit plutoniumhaltigen MOX-Brennstäben ins niedersächsische Atomkraftwerk Grohnde bei Hameln an der Weser. Diese Transporte wurden schon im Hafen von Nordenham, aber auch vor dem Atomkraftwerk Grohnde, behindert. Wir beteiligten uns an den Protesten.

GKSS
Mehrfach waren wir bei Veranstaltungen zur GKSS (Gesellschaft für Kernenergieverwertung in Schiffbau und Schifffahrt GmbH) in Geesthacht. In der GKSS (neben dem AKW Krümmel gelegen) hatte es im September 1986 einen Brand gegeben, bei dem die radioaktiven Telchen freigesetzt wurden, die für die hohe Zahl von Leukämie-Erkrankungen bei Kindern in der Elbmarsch verantwortlich sind.

Nächste Termine:

  • 11.3.19 8.Fukushima-Jahrestag

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