8 Jahre Fukushima - Tour durch Kiel am 11.3.19

Eingestellt von Unknown On 18:42
Update mit Fotos von der Tour: Bei der Brennelementour wurden zahlreiche Menschen an die Katastrophe von Fukushima erinnert.


11. März 2011 – Erdbeben und Tsunami in Japan. Auch das Atomkraftwerk in Fukushima ist betroffen, es gibt Explosionen, ein paar Tage später ist klar: Ein erneuter Super-GAU, 25 Jahre nach Tschernobyl. Am 11.3. gedenken wir der Opfer der Fukushima-Katastrophe, die immer noch andauert. Aktuell wird diskutiert, ob die riesigen Mengen radioaktiver Abwässer, die immer noch bei der Kühlung der atomaren Unfallstelle entstehen, im Meer verklappt werden und ob trotz immer wieder gefundener radioaktiver Hotspots in der Umgebung die Menschen in die verseuchte Umgebung zurück kehren sollen. Währenddessen steigen die Krebsraten.

Auch hier in Schleswig-Holstein sind wir nicht weit von Katastrophen entfernt: Das AKW Brokdorf läuft immer noch und in weniger als zwei Jahren sollen die ersten von sieben Castoren mit Atommüll aus dem britischen Sellafield ins Zwischenlager des Atomkraftwerkes Brokdorf rollen. Niemand weiß, wo dieser radioaktiv strahlende Müll auf lange Sicht bleiben soll, das Problem ist schlichtweg nicht lösbar. Vom Atomgelände in Brokdorf wird also für viele viele Jahrzehnte eine tödliche Gefahr ausgehen.

Wir fordern, dass erst alle Atomanlagen tatsächlich abgeschaltet sein müssen, bevor über den Verbleib der radioaktiven Hinterlassenschaft verantwortlich nachgedacht werden kann. Es ist skrupellos, den Müll hin- und her zu transportieren, um ihn in Brokdorf oder anderswo zwischenzulagern, solange verantwortungslos die AKW noch weiterlaufen. Atom-Transporte (dazu gehören Castoren) sind die Achillesferse des noch laufenden Atombetriebs.

Täglich werden auf der Ostsee, dem Kanal, mit der Bahn und auf den Straßen nicht nur Brennelemente, sondern auch Uranhexafluorid, Yellow Cake (Ausgangsstoff für die Uranherstellung) und radioaktive Abfallprodukte hin-und hertransportiert. Auch die Herstellung von Brennelementen in Lingen ist gefährlich, zeigte jüngst ein Brand in der Anlage im Dezember, trotzdem wird unbefristet weiter produziert. Die Stenaline transportiert LKW mit radioaktivem Material auf ihren Fähren. Der schwach radioaktive Bauschutt aus den abgerissenen AKW soll letztendlich zu Deponien vor unserer Haustür gefahren werden.

Aus diesen Gründen fahren wir am Fukushima-Jahrestag mit einem nachgebauten Brennelemente durch Kiel und zeigen: Atomkraft und Atomkatastrophen betreffen uns alle! Für die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen im Gedenken an die Opfer von Fukushima!

Treffpunkt: Mo, 11.3.2019  um 15 Uhr Exerzierplatz 

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