Aktionen gegen Urantransporte am Tag X ab dem 11.3.2016

Eingestellt von Thorge Ott On 07:15
veröffentlicht am 12.03.2016

Fukushima – Erinnern heißt den Weiterbetrieb von Atomanlagen verhindern!
Es war der 11. März 2011 als nach einem schweren Erdbeben und einem Tsunami zwei Atomkraftwerke im japanischen Fukushima explodierten. Mehr als 150.000 Menschen mussten umgesiedelt werden, die meisten von ihnen ohne die Chance, jemals wieder zurückzukehren. Die Zahl der Schilddrüsenerkrankungen bei Kindern geht in die Tausende, viele andere Strahlenerkrankungen werden folgen.

2016 Feels like Atomausstieg?
Infolge dessen wurde in Deutschland der sog. Atomausstieg verkündet, der neben der Stilllegung einiger Schrottreaktoren vor allem den Weiterbetrieb der profitabelsten Reaktoren für ein weiteres Jahrzehnt festschrieb. Darüber hinaus behielten die international bedeutenden Atomfabriken in Lingen (10% aller Brennelemente weltweit werden dort produziert) und Gronau (rund 10% der Urananreicherung weltweit findet hier statt) ihre unbefristete Betriebserlaubnis.
Die Versorgung dieser Atomfabriken mit frischem Uran und der Abtransport der z.T. extrem gefährlichen Produkte (angereichertes Uran und Brennelemente) führt dabei zu mehreren hundert Urantransporten jährlich.
Mit einem Atomausstieg hat das alles nichts zu tun und zeigt leider wieder: Atomausstieg ist Handarbeit, das heißt: beobachten, begleiten, eingreifen, blockieren – deshalb dieser Aktionstag.
Wer den Atomausstieg will, muss selbst aktiv werden. Also raus an die Schiene!

Uranabbau ist Supergau
Wir wollen am Beginn der atomaren Brennstoffkette ansetzen!
Denn die zerstörerische Verarbeitungskette des Urans, vom Bergwerk über die Konversions– und Anreicherungsanlagen zum Brennelement und schließlich bis zum AKW, beginnt mit dem Uranabbau und dem anschließenden Transport von Uranerzkonzentrat (Yellow Cake) in die weiterverarbeitenden Betriebe.
Konkret geht es bei unserem jetzigen Aufruf daher um Transporte von Uranerzkonzentrat. Diese Transporte werden regelmäßig im Hamburger Hafen verladen und fahren dann per Zug weiter quer durch Deutschland und Frankreich nach Narbonne, inklusive radioaktiver Strahlung und entsprechender Gefährdung. Das Uranerzkonzentrat kommt auf Schiffen aus Namibia über den Atlantik oder aus Usbekistan, Kasachstan bzw. Russland über den Nord-Ostsee-Kanal nach Hamburg.

Das Uran muss in der Erde bleiben -
Leave uranium in the ground – Laissons l'uranium dans le sol

Der Abbau von Uran geht einher mit enormen Umweltzerstörungen, meist verbunden mit Menschenrechtsverletzungen. Die gigantischen Mengen an radioaktivem Abraum, die beim Tagebau entstehen, lagern in Namibia beispielsweise unter freiem Himmel, der Staub wird über das Land geweht, und sorgt für radioaktive Verseuchung und entsprechende Gesundheitsschäden rund um die Abbaugebiete. Die beim Auswaschen des Urans benötigten Wassermengen fehlen an anderer Stelle als Trinkwasser.
Umweltzerstörungen im globalen Maßstab dienen also dazu, dass reiche Länder auf Kosten der Anderen mit Energierohstoffen versorgt werden.

Was kannst Du tun?
Wir werden den ersten Urantransport nach dem Fukushima Jahrestag, dem 11.3., von Hamburg nach Narbonne / Malvesie mit Protestaktionen begleiten.
Wann ein Transport erwartet wird, erfährst Du auf der Seite urantransporte.de, die Du im Aktionszeitraum regelmäßig checken solltest.
In Kiel wird es eine Mahnwache am Tiessenkai in Kiel-Holtenau geben. Bring möglichst große Transparente mit.
Da nicht klar ist, wann ein entsprechendes Schiff in die Schleuse einfährt, kannst Du deine Handynummer/Mailadresse hinterlassen (per Mail an kielatom@posteo.de) und bekommst eine SMS oder eine Mail, wenn der genaue Treffpunkt bekannt ist. Erfahrungsgemäß fahren die Schiffe meist am frühen Abend in den Nord-Ostsee-Kanal ein.

Aktuelle Informationen
Allgemein: www.urantransport.de
Kiel: http://bi-kiel.blogspot.de/
Ticker zum Transport: https://twitter.com/urantransport

Für eine Gesellschaft in der Atomanlagen nicht möglich sind!

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