Die drohenden Castor-Transporte waren der Anlass für eine Tour mit Brennelement durch Kiel. Mit dem immer mal wieder rauchenden Brennelement konnte von der Atomtransport GmbH, der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (wie bei allen Atomanlagen) viel Aufmerksamkeit erzeugt werden. Laut tönte das „Machen Sie Platz für Atomtransporte“ quer durch Kiel. Auf einer etwa 8km langen Route von Vienetaplatz über Hörnbrücke an der Kiellinie entlang bis zum Landtag und zurück über die Holtenauer Straße sahen viele Passant*innen den ungewöhnlichen Zug.

Wenig bemerkt von der Öffentlichkeit finden auch durch Kiel immer wieder Transporte mit radioaktiven Stoffen statt, meist per Schiff durch den Nord-Ostsee-Kanal. Zum einzig noch laufenden AKW in Schleswig-Holstein, in Brokdorf, sollen 2019/2020 zusätzlich sieben Castorbehälter mit mittel- und hochradioaktiven Atommüll aus Sellafield (England) gebracht werden. Dort lagern sie dann ungeschützt dauerhaft in einer Halle. Die Frage einer sicheren Endlagerung von Atommüll ist ungelöst und auch nicht lösbar. Deshalb wird vom Atomgelände in Brokdorf auch nach dem Abschalten 2021 durch die eingelagerten Castoren weiterhin für viele Jahrzehnte eine tödliche Gefahr ausgehen. Nach der Tour durch Kiel ist dies jetzt wohl einigen Menschen mehr bewusst als vorher.



Die BI Kiel gegen Atomanlagen ruft genauso wie andere Anti-Atom-Gruppen mit der Aktion auch weiter zu Aktionen gegen Castor- und andere Atomtransporte auf. Der Betrieb von den Atomkraftwerken muss sofort beendet werden, genauso wie die Versorgung der weltweiten Atomindustrie mit Brennstoff aus den Uranfabriken in Gronau und Lingen. Ein Weg dazu ist der Stopp sämtlicher Atomtransporte. Werdet auch ihr aktiv!



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